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sich zu ergeben drohte. Die Spanier hoben gleich im Beginnehervor, daß sie nach Trennung des niederländischen Staates vonSpanien kein größers Interesse an jenem hätten, als Frankreich:nämlich das, der katholischen Religion und der dem spanischenund dem französischen Königshanse gleichmäßig entstammendenDynastie. Sie meinten also nicht mit Unrecht, daß sie keineswegsberufen seien, die Unterwerfung der Aufständischen unter einensolchen Staat allein herbeizuführen, sondern daß Frankreich dieselbeVeranlassung dazu habe. Das Opfer Spanien's sollte wenigstensdurch die Vernichtung seiner Feinde ausgewogen werden. Im erstenAugenblicke hatte der französische Monarch, seiner leichten und san-guinischen Weise gemäß, wirklich durchblicken lassen, daß er nichtabgeneigt sei, zu diesem Behufe seine Waffen mit den spanischenzu vereinigen;') indessen bald stellten sich dem doch ernste Erwä-gungen entgegen. Der König hatte bisher die Holländer auf dasnachdrücklichste unterstützt, er hatte eben jetzt sein VeAheidigungs-bündniß mit ihnen geschlossen. Wie konnte er ohne offenbarenTreubruch, ohne große Schande nun die Waffen gegen eben dieseHolländer ergreifen? Aber nicht nur das Gewissen und die Repu-tation wären durch einen solchen Schritt gefährdet gewesen, son-dern auch das politische Interesse. Don Carlos war erst wenigeMonate alt, und bis zur wirklichen Vollziehung der Vermählungmußten mindestens noch sechszehn oder siebzehn Jahre vergehen,während nach deni Abschluß des bezüglichen Vertrages Heinrichsofort mit den Spaniern im Bündniß feindlich gegen die Holländeraufzutreten hatte. Wer stand denn dem Könige dafür, daß dieSpanier den Vertrag später wirklich ausführen und Don Carlosund Madame Christine mit der Souveränität über die gesammtenNiederlande ausstatten würden, zumal die gegenwärtigen Regentender letztern noch jung und kräftig waren, noch dreißig bis vierzig
y N8. Dep. Pecquius' v. 26. März. — Dep. UbalLün s v. 27. März;?errens p. 97.