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im Namen des französischen Herrschers die vielverheißende Bvtschaftzu überbringen: derselbe wolle sein guter Bruder und Diener sein;man solle gegenseitig die Vergangenheit vergessen, und zukünftigtreue Freundschaft beobachten, die sich auch auf ihre Kinder zuvererben habe.
Durch solche und andere, moralisch noch bedenklichere Kunst-griffe aller Art gelang es Heinrich wirklich Ubaldini und Peequiusmit der Ansicht zu trösten, daß er nur darüber erbittert sei, wedervon Rom noch von Brüssel oder Madrid eine umfassende undbestimmte Antwort zu erhalten — während seine und Villeroy'soffizielle Aeußerungen jetzt doch ganz korrekt den Holländern gegen-über waren, st
Je länger aber jene Antwork ausblieb, desto unverhohlenerkam der König mit seinen wahren Anschauungen und Absichtenhervor. In einer Audienz, die Ubaldini am 23. März bei ibuierhielt, erklärte der französische Monarch rund heraus, daß er unterkeinen Umständen mit den Holländern Krieg führen werde, derenMacht und Aussichten er vielmehr höchlichst pries, zum großenAergerniß für den Vertreter des Papstes. Er rühmte sich, daßmit der Forderung eines Krieges gegen die Holländer der Nuntiusmehr verlange als der Papst selbst, welcher ihn durch Alineourthabe versichern lassen, daß. er nicht an derselben fest halte. Eszeigte sich, daß es Heinrich im Grunde ganz lieb war, durch daslange Zögern der Spanier einen Vorwand zu seiner jetzigenHaltung gewonnen zu haben. Als ihm Peequius Vorwürfe machte,daß man früher anders mit den Vertretern des Erzherzogs ge-sprochen habe, und meinte, derselbe würde sehr unangenehm davonberührt werden; erwiderte der König: „Wer die Zeit nicht zu seinemVortheile zu benutzen versteht, darf nur sich selbst anklagen." DasMißtrauen, welches Heinrich stets in die Absichten der Spanier
U Dep. Ubaldini's v. 4. März p- 40. 6ü. 94 r. 98. — !cl8. Dep-Pecquius' v. 0. 13. März (Brüssel),in.
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