Band 
Dritter Theil.
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Freilich hatte Spanien anch nicht verabsäumt, sich bei demPapste und selbst bei dem Nuntius in Paris über das BündnißFrankreich's mit den Bereinigten Provinzen sehr bitter zu beklagen;indessen Heinrich durfte um sv mehr hoffen, daß diese Beschwerdendoch der Heirathsverhandlung durchaus untergeordnet werden würden,als das römische Echo diese spanische Eröffnungen nur um vielesabgeschwächt und gemildert wiedergab. Nach den Berichten, diellbaldini von der Knne erhielt und au Heinrich weiter beförderte,sollten die Klagen, die Don Pedro de Toledo über die französisch-holländische Allianz zu überbringen habe, nur dazu dienen, denfranzösischen Herrscher zur Versicherung eines aufrichtigern Beneh-mens in Zukunft zu veranlassen; und dazu war Heinrich IV. sosehr bereit, daß er bei jeder Zusammenkunft mit dem Nuntius oderden Vertretern Spaniens in Paris die umfassendsten und aus-giebigsten Versicherungen in diesem Sinne gab. Weshalb auchnicht? Nichts lag Heinrich IV. ferner als eine Gesühlspolitik. Erhatte weder für die Holländer noch für die protestantische Religionoder die Sache der Freiheit an und für sich irgend welche Sym-pathien. Er begünstigte sie so lange, wie sie seinem beharrlichverfolgten Zwecke dienten, die französische Macht auf Kosten derspanischen zu erheben; aber als Spanien selbst ihm die Hand dazubot, Frankeich von dem stets lastenden Drucke der spanisch-nieder-ländischen Provinzen zu befreien, da hätte er gern die trotzigenRepublikaner in Holland wieder dem Königthume unterworfengesehen, wenn dieses eben nur kein unmittelbar spanisches war.

In diesem Sinne lautete jetzt die Sprache Villeroy's denfremden Gesandten gegenüber. Er verlangte von dem Erzherzogdafür zu sorgen, daß recht bald der von Spanien bestimmte Gesandtenach Frankreich komme, denn je eher desto leichter werde man sichverständigen. Er fügte hinzu, schon vor mehr als drei Jahren habeder König den Spaniern ähnliche Heirathsverbindungen vorge-schlagen; wären sie damals darauf eingegangen, so würde das derSache der Religion von großem Nutzen gewesen sein. Dem Nuntius