Band 
Dritter Theil.
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Zweite Capitel.

ländern >var dies der Fall. Infolge der Ruhmredigkeit der Spanierwurden die Generalstaaten im Beginne des Juni von allen Seitenüber die Vorbereitungen Toledo's unterrichtet. Sie wurden durchdiese Meldungen so beunruhigt, daß sie in allgemeiner Sitzungdie französischen Gesandten Ieannin und Rufst) über diese An-gelegenheit interpellirteu; woraus dieselben erwiderten: solche Hei-rathen wären zwar zwischen den Kindern großer Könige möglich,allein sie tonnten versichern, daß ihr Herrscher mit keinem Fürstender Welt eine Verbindung eingehen werde, die ihrem Staateschädlich sein und der ihnen stets erwiesenen Freundschaft und HülfeAbbruch thun würde, s) Indessen solche Betheuerungen konntendie Holländer nur wenig beruhigen. Die großen Vorbereitungen,die auf dem gangen Wege durch Frankreich zum Empfange DonPedro's getroffen wurden; der Umstand, daß Ieannin zu dessenAnkunft nach Paris zurückgerufen ward — wo er am 27. Junianlangte — als ob nun die Haltung Frankreich's bei den spanisch-holländischen Friedensverhandlungen sich völlig verändern müsse;alles das versetzte die Holländer und ihre Freunde in Paris in diehöchste Aufregung. Aerssen besonders zeigte sich höchst unruhigüber diese Umstände, über Don Pedro's ganze Sendung?) Diedänischen Gesandten aber verließen mißmuthig den Friedenskongreßim Haag; sie scheuten sich nicht zu sagen, „daß sie nicht als bloßeZuschauer eines Spieles dasitzen wollten, dessen ganzer Text inFrankreich gedichtet werde."

Auch in London war zumeist das Publikum — weniger diemaßgebenden Kreise — tief betroffen. Die Engländer knüpften dieweitestgehenden Befürchtungen an die beabsichtigten Heirathen,die sehr gefährliche Folgen für die ganze Christenheit und zumalfür ihr Land haben könnten. Die katholische Partei in Europa

U Dep. Ieannin und Rnssy's v. I N 16. Juni; XV. 67 f. 70 62) A8. Chiffr. Dep. Pecguius' v. 10. Juni (Brüssel), 24. Znni (Wien).— U5. Dep. Zrraraga's v. 22. 2!>. Juni (Pari-!).