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Zireite-Z Kapitel.
zusetzen, dorthin ähnliche durchaus verneinende und feindselige In-struktionen brachte! Wir wissen wenigstens, daß dieselben geradezubesagten: Die Erzherzoge mochten selbst und in ihrem eigenenNamen thun, wag ihnen zur Förderung des Stillstandes gutschiene, aber ohne den Namen des Königs dabei zu verpflichten st— also genau ohne das, was die Hotländer zum Abschlüsse desStillstandes als unumgänglich forderten. Das war also das Er-gebniß der zweijährigen Unterhandlungen! Wäre es nach demSinne des spanischen Königs gegangen, so würde man jetzt weitervon einer Verständigung entfernt gewesen sein, als im Dezemberl006, wie Wittenhorst und Gevaerts zum ersten Male im Auf-trage des Erzherzogs im Haag erschienen waren. Ganz Spanienwar voll kriegerischer Vorbereitungen. Täglich fanden Sitzungendes Staats- und des Kriegsrathcs über diese flandrischen Angele-genheiten statt, so daß andere noch so wichtige Sachen gar nichtznr Erledigung kamen. Hundert Kapitäne wurden ernannt, dieebenso viele Kompagnien, also mindestens 20,000 Mann, nachden Niederlanden führen sollten. In den Häfen von Biseaya undGalieien wurden Vorbereitungen zum Baue von vierzig Kriegs-schiffen nach einem neuen Muster getroffen, für welche die Ans-rüstungsgcgenstände bereits in der Coruna aufgehäuft wurden.„Wo sie aber Seeleute finden sollen" — meint sarkastisch derenglische Botschafter — „um jene zu bemannen, das ist, glaubeich, mehr als sie selbst wissen" H.
Zum Glück wurden diese militärischen Vorbereitungen un-nöthig. Der unermüdliche Jeannin hatte nach Nichardot's und Svi-nola's Abreise die Verhandlungen mit Beihülfe der übrigen fremdenGesandten und durch Unterhaltung eines eifrigen Briefwechselsmit Richardot fortgeführt. Wirklich setzte er es bei dem friedens-
0 Heinrich IV. an Jeannin und Nussy, 23. Okt., und Villerou anJeannin, 4. Nov.; XIV. 325 364.
2) Dep. Cornwallis' v. Okt.; Winev. klein. II. 438 I.