Der niederländische Waffenstillstand.
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die Holländer verlassen, wenn die Niederlande ans ewig von Spaniengetrennt würden als Sekundogenitur zu Gunsten von Don Carlosund einer französischen Prinzessin. Diese angebliche Verhandlungin Rom war nun nichts als ein Kunstgriff des französischenHerrschers, um dem Margues seine fernere Anwesenheit in Parisals nnnöthig, seine Sendung als wenigstens halbgelungen erschei-nen zu lassen. Verwundert und nicht ohne Grund ungläubig er-widerte er: „Ich hatte Vollmacht über diese Dinge zu verhandeln,und habe sie mehrfach erwähnt, aber Cw. Majestät hat sie stetssofort Übergängen, und Jeannin handelt gleichfalls nicht in Ueber-einstimmung mit diesen Vorschlägen." Indem so wieder auf dieniederländischen Angelegenheiten die Rede kam, schilderte Toledodem Könige abermals die Undankbarkeit der Holländer und besondersdes „Grafen" Moritz gegen Frankreich; er werde sehen, daß dieHolländer sich einst mit den französischen Hugenotten verbindenwürden, um sich des KönigS Entwürfen gegen die letztem zu wider-setzen. Der Nuntius und in Folge dessen auch Don Pedro hieltensich nämlich davon überzeugt, das; Heinrich die Hugenotten sehrfürchte und deren Vernichtung sehr gern sehen würde. Aber derKönig riß den Gesandten aus seinem Wahn: „Ihr irrt Euch, ichwill die Hugenotten in Frieden halten, aber ich will sie nicht miteiserner Ruthe züchtigen." Nach dieser ihn ehrenden Darlegungseines interkonfessionellen Programms enttäuschte er Don Pedroauch über seinen vermeintlichen Grimm gegen die Holländer.„Moritz ist ein grober Mensch", sagte er lächelnd, „und schreibtheftiger als er es meint. Ich habe ihm größere Bescheidenheitanbefohlen." Als ihm dann der Margues ankündigte, daß er dem-nächst abberufen werden würde, ward der König plötzlich so höflich undfreundlich, daß seine Freude über diese Mittheilung nicht zu ver-kennen war. Don Pedro meinte, noch innerhalb des nächstenMonats werde Don Inigo de Cardenas anlangen, in dessen Händeer die ihm übertragenen Geschäfte legen werde, freilich nicht ohnelebhaftes Bedauern, keinen bessern Erfolg durch seine Sendung