Band 
Dritter Theil.
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Der niederländische Waffenstillstand.

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kann, und ebenso wenig auf das des Landes, weil dieses einerseitsohne Mittel und andrerseits begierig ist, sich den Anstrengungenund Lasten des Krieges entledigt zu sehen Glaube doch EureHerrlichkeit, daß dies die Wahrheit ist, wenn auch andere Ent-gegengesetztes zu verstehen geben/ Freilich setzte auch Toledo dieRolle eines treuen Warners, die er sich angemaßt hatte, mit unver-mindertem Eifer fort. Er war einer der eifrigsten unter jenenStörenfrieden, welche den Angaben des Erzherzogs widersprachen.Jetzt meinte er, der Erzherzog könne, nachdem er den Willen desKönigs erfahren, ganz ruhig seine früheren Zugeständnisse unterdem Verwände zurückziehen, daß durch das lange Zögern derHolländer mit ihrer Antwort sein Anerbieten hinfällig gewordensei. Albert war um so weniger gewillt, sich solcher Listen schuldigzu machen, als er dadurch sicher gewesen wäre, sich die volle Feind-schaft Frankreichs aufzubürden. Er zog es vor, den Versuch zumachen, ob er nicht durch unmittelbaren Einfluß denn doch denspanischen König noch umstimmen könne. Deshalb sandte er(Auf. Dezember l l>08) seinen Beichtvater Fray Jnigo de Brizuelanach Madrid, um seinen Schwager im friedlichen Sinne zu beein-flussen. Ein Geistlicher war in der That die geeignetste Persön-lichkeit, um auf den bigotten Philipp III. einzuwirken. Inzwischenwar der Erzherzog recht zufrieden mit der Verzögerung, welche durchdie Widersetzlichkeit der sich noch immer gegen den Waffenstillstandsträubenden Seeländer die Unterhandlungen in Haag erlitten, weilman dadurch Zeit für die von Briznela's Sendung erhoffte Ver-änderung in den Entscheidungen des spanischen Königs erhielt.')

Bis Brizuela in Madrid anlangte, hatten die Dinge daselbstihr kriegerisches Aussehen behalten. Die Anwerbung von Kapitänenund Soldaten wurde im Dezember lediglich mit verstärktem Eifer

9 Toledo air Guadaleste, 2!>. Nov. lParis). — Erzh. Albert anLcrma, Nov., und Jsabella an Lenna., I. Dez.; !42. 146 4. — Bernyan Icannln, 4 Dez.; XIV. 454.