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fortgesetzt, und am Hofe hörte man stets mit dem Säbel rasseln,')Indessen es wurden in Madrid doch auch andere Pläne gehegt.Noch haben wir die Instruktionen, welche Philipp III, oder viel-mehr Lerina in dieser Zeit an Don Pedro de Toledo und denvertrauten spanischen Agenten in den Niederlanden, den Marquesv. Guadaleste, schickte, 'Sie wurden angewiesen, die offenbareEifersucht zwischen Barnevelt sowie der Mehrheit der General-staaten auf der einen und dem Prinzen Moritz auf der anderenSeite gewandt zu benutzen, um durch Spinola und Richardotden Verdacht jener gegen den Prinzen auf feine Weise zn ver-mehren. Dann würden die Holländer — so meinten die geriebenenPolitiker in Madrid — sich jedenfalls schneller aus jede Bedingunghin der Anstrengungen und Gefahren des Krieges entledigenwollen, Toledo im Besonderen sollte nach Flandern gehen, umden Abschluß des Friedens dort zu überwachen. Freilich sollte erdiesen Zweck dem französischen Könige sorgfältig verheimlichen —da dieser den kriegerischen Eifer des Marques v, Villafranea sehrwohl kannte — und vielmehr angeben, er reise auf Befehl seinesMonarchen nach Brüssel, um die Jnfantin-Schwester desselben zubesuchen. Dabei gab Philipp dem Don Pedro noch einmal seineWillensmeinung auf das Bestimmteste dahin kund, daß er beiseinem Beschlusse beharre, die Souveränität nur unter derBedingung völlig freier Uebung der katholischen Religion zuzu-gestehen?)
Die Weisungen an Guadaleste und Toledo hingen mit einemneuen Entwürfe der spanischen Staatsmänner zusammen. Da dieHolländer den Preis, den jene unbedingt für die Ausgabe derSouveränität verlangten — eben die völlige vertragsmäßige Freiheitdes katholischen Kultus —- durchaus nicht bewilligen wollen, könnte
0 Dep, Cornwallis' v. Dez.; 5Vinv. Uom. II. 456 t.
2) !iIS. Jnftr. an Toledo und Guadaleste und IVIS. Spezial-Anstr. anToledo, Madrid 22. Dez. (Paris).