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Zweites Kapitel.
irgend welcher politischen Bedeutung gesprochen wurde. Kaumwar er aus dem Louvre zurück, so reiste er auch schon ab, zu all-gemeiner Ncbcrraschung, da er vorher jedermann erzählt hatte, erstam nächsten Tage, am l 3., Paris verlassen zu wollen. DiesenBorsprung benutzte er, um sich die Geschenke und Trinkgelder zuersparen, die bei solcher Gelegenheit Sitte waren. Der König undder ganze Hof und nicht weniger das svottsüchtige pariser Volkverlachten gleich rücksichtslos den Geiz des Marques v. Villafranca.Die Nachreden, die ihm von allen Seiten gehalten wurden, warennicht sein. Peequius machte von seinem Ingrimm gegen den un-bequemen Störenfried kein Hehl. Der Kanzler Sillery, der gewißgern eine Verständigung mit Spanien gewünscht hätte, sagte ver-drießlich zum Nuntius: Die heftige Empfindlichkeit und das großeMißtrauen des Don Pedro seien die wichtigsten Ursachen desgeringen Erfolges seiner Gesandtschaft. Der Nuntius selbst stimmteaus vollem Herzen ein, jener habe es mit ihm und Pecqnius nichtanders gemacht und deshalb habe er — Ubaldini — zuletzt dieLust verloren, irgend etwas Wichtiges mit dem Marques zu ver-handeln. st
Die ganze Haltung der maßgebenden spanischen Kreise, zumaldes Herzogs v. Lerma selbst, läßt nicht die Vermuthung aufkommen,als hätten sie es wirklich nur darauf abgesehen gehabt, Heinrich IV.zu täuschen und ihn mit seinen bisherigen Verbündeten zu ent-zweien. Das Scheitern von Toledo's Mission trug ihnen ja ledig-lich den schmählichen zwölfjährigen Waffenstillstand mit denHolländern ein, der ohne die Erreichung eines Einverständnissesmit Frankreich bei der Lage von Spanien's Finanzen unvermeidlichwar, und die erhöhte Feindschaft Heinrich's I V., die fast zu einemfür die Spanier sehr bedrohlichen Kriege geführt hätte. Vielmehr
st Diese Einzelheiten in der lVI8. Dep. Pecqnius' v. l8. Fcbr. sWicn). —Außerdem: E. Dep. Jrraraqa'S vorn g>. Dat. <PariS); Mlleroy an Ieannin,14. Fcbr. lXV. 205 0); Fnstruktio» an BrevcS v. 14. Fcbr. (8iri II., I9.j