Band 
Dritter Theil.
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hätten die letzteren sehr gern eine Verbindung mit Frankreich aufder öfters erwähnten Grundlage gesehen. Deshalb war die WahlToledo's zum Botschafter in Paris ein schlimmer Fehler gewesen,welcher der spanischen Regierung theurer zu stehen kam, alsmanche verlorene Schlacht. Kann man es aber den französischenStaatsmännern verdenken, daß sie ihren spanischen Kollegen einensolchen Fehler nicht zutrauten, daß sie vielmehr voraussetzten, diePersönlichkeit des Marques sei schon ein hinreichender Beweis fürdie Unanfrichtigkeit der Spanier in dieser ganzen Angelegenheit?

Diese Ansicht bekundet sich deutlich in den vertraulichen Aeußerun-gen Villeroy's (an Jeannin, 14. Febr.): „Nachdem dieser gute Herr —Don Pedro — hier sechs oder sieben Monate sich aufgehalten undmit allen Mitteln Versuche auf die Treue und Beständigkeit desKönigs gegenüber seinen Verbündeten gemacht hat, geht er wiedernach Hause, wie er gekommen war. . . . Wenn man in Spanienbei seiner Absendung geglaubt und gehofft hat, Sc. Majestät zueinem verkehrten Schritt zu verleiten, das heißt zu einer Ihrer un-würdigen und Ihren Angelegenheiten schädlichen Sache, so habensie unfern Herrn schlecht gekannt und sich sehr getäuscht."

Mit vollem Rechte setzte Villeroy ferner voraus, daß nichtnur Don Pedro voll Unzufriedenheit und Erbitterung gegen Frank-reich und dessen Monarchen nach Spanien zurückgekommen sei,sondern daß auch seine Regierung diese Gefühle in hohem Maßetheile. Trotzdem ließ es sich Toledo, schon um seine Niederlageund den Aerger, den er darüber empfand, zu verbergen, angelegensein, sich völlig befriedigt zu stellen. Bereits bei seiner Abschieds-audienz am 12. Februar versicherte er dem französischen König, ersei demselben tief verpflichtet für die Offenheit und Herzlichkeit, mitdenen er stets mit ihm verhandelt habe.') Und dasselbe Spielsetzte er auch nach seiner Rückkunft in Madrid fort. Er behauptetedort dem französischen Geschäftsträger Descartes gegenüber, ein

i) Villeroy an Jeannin, 14. Fein.; XV. 206.