Die französische Partei in Europa.
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v. Jacob Graf v. St. Manrice. Aber zuvor ließ er das Terrainin Paris durch einen untergeordneten Vertrauten, den OberstenGasparo Porporati, einen piemontcsischen Edelmann, untersuchen.Porporati hatte dem Könige einen sofortigen allseitigen Angriffauf Spanien vorzuschlagen; natürlich müsse die Verlobung desPrinzen v. Piemont mit der ältesten französischen Prinzessin oderdes Dauphins mit einer Tochter des Herzogs vorhergehen; undferner müssen dem letztem unter allen Umständen Brcsse, Bugey,Valromey und Ger zurückgegeben, ihm auch die Erlaubniß zurEroberung von Genf und der Freigrafschaft bewilligt werden,während der König die flandrischen und italienischen Eroberungenbehalten werde.
Daß diese Anträge durchgehends ernst gemeint gewesen, istkaum anzunehmen; weder war an einen sofortigen Krieg gegenSpanien noch an die so oft verweigerte Rückgabe aller vier ehemalssavoyischen Provinzen oder die Gewährung des Angriffs auf Genfzu denken. Es ist vielmehr klar, daß Karl Emanucl den Mundrecht voll nahm, um doch einiges zu erlangen, sowie daß er auf alleFälle die Gesinnungen des französischen Herrschers über diese Punkteausforschen und damit erfahren wollte, ob derselbe noch auf seinenkriegerischen Absichten beharre und ob er nicht vielleicht einenTheil wenigstens jener Landschaften dem Herzoge zu überlassengeneigt sei. In Bezug auf diesen letztem Gegenstand wurde derSavoyer bald enttäuscht; Heinrich lehnte die Rückgabe jenerProvinzen, sowie die Erlaubniß zu einem savoyischen Angriffe aufGenf nach wie vor entschieden ab. Dagegen äußerte er sich sonstdem savoyischen Bündnisse durchaus günstig. Er sei zu einerVermählung seiner ältesten Tochter, Elisabeth, mit Viktor Amadeussehr geneigt, wenn der Herzog Bürgschaften dafür gebe, daß ersich wirklich Frankreich zu einem gemeinschaftlichen Angriffe aufdie Spanier zur Verfügung stelle. Diesen letztem dürfe manfreilich nicht übereilen, vielmehr sei erst der Ansgang der nieder-ländischen Friedcnsuuterhandlungen abzuwarten, sowie festzustellen,