Band 
Dritter Theil.
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Drittes Kapitel.

französischen Könige zu Ohren kommen mußte, über dos fortgesetztkalte Verhalten Sr. Ullcrchristlichstcn Majestät gegen ihn trotz allerseiner wohlgemeinten Bemühungen um dieselbe. Er setzte seineUmgebung ausschließlich aus französisch gesinnten Räthen zusammen.Den ersten Platz in seinem Vertrauen nahm jetzt Philibert Gerhardv. Scaglia Graf v. Verrua ein, der bisherige Gesandte in Rom,ein ehrgeiziger unternehmender intriganter Mann, ganz nach demSinne des Herzogs, den er selbst zu kühnen Entwürfen und zwarin der Richtung der französischen Allianz anfeuerte. Verrua erhielteine fast ebenso vorherrschende Stellung am savoyischen Hofe,wie einst Albigny sie inne gehabt. Noch entschiedener auf französischerSeite stand jetzt wie früher Graf Franz Martinengo;' obwohlvenetianischer Unterthan geworden, kehrte er nunmehr öfters anden savoyischen Hof zurück, wo er dann stets in das VertrauenKarl Emannel's gezogen wurde und täglich mit ihm zu verkehrenpflegte. Doch litt die Eifersucht Ncrrua's nie, daß er lange inTurin verweilte. Endlich in zweiter Reihe bediente der Herzogsich Jacob's und des Grafen Vische, in dessen Familie die französischeGesinnung erblich war, und der später die wichtige Gesandtschaftin Rom erhielt, si Diese Zusammensetzung von des Herzogsgeheimem Rathe verbürgte einstweilen dessen Hinneigung zuFrankreich.

Karl Emanucl schickte sich, nachdem er bereits mehrere WünscheHeinrich's IV. erfüllt hatte — die Prinzen aus Spanien zurück-zurufen, Albigny und Noneas zu entfernen — in der That an,noch einen weiteren Punkt des ihm von Frankreich gestelltenProgramms zu vollführen, indem er einen ständigen Gesandtennach Paris abordnete. Zu diesem jetzt bedeutungsvollsten Postenin der savoyischen Diplomatie war ein Mann bestimmt, der wegenseiner französischen Neigungen jahrelang gelitten hatte und deshalbdem Könige sehr genehm sein mußte, Amadeus Chabot Herr

y Ne>Lr. >11 Ore^. L-ird-rrigo, cli Vinc. Oussoni, p. 143 14. 510 14. 543.