Die französische Partei in Europa.
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dürren Worten zu erklären: der Franzosen Zweck sei nicht, einBündnis; zum allgemeinen Nutzen zu stiften, sondern nur Savoyenund Venedig zu einer Erklärung zu bringen und damit die Spaniereinzuschüchtern, um so desto vortheilhaster mit diesen die vorge-schlagenen Heiratheu abschließen und sich vergleichen zu können aufKosten und zum Schaden il^rer Bundesgenossen. Als Jacob dieseplötzliche Verwerfung des französisch-italienischen Vertheidignngs-bündnisses durch den Herzog dem Fosearini und seinem gerade an-wesenden nach London bestimmten Kollegen mittheilte, gab es eineköstliche Szene. Dem letzteren hatte sich noch wenige Wochenfrüher Karl Emannel als begeisterter Freund dieser Liga gezeigt.Die beiden Venetianer sahen einander überrascht an und erhoben,erstaunt über eine so unglaubliche Doppelzüngigkeit, die Arme zumHimmel; sie waren so verwundert, daß sie sich für einige Zeit inein Nebengemach zurückzogen und dort leise mit einander beriethen. —Einen völligen Abbruch mit Savoyen wünschten übrigens diefranzösischen Staatsmänner nur so weniger, je unsicherer wiederdas Verhältniß zu Spanien wurde. So ungefüge, ja grob siesich bisweilen den savoyischen Ancrbietungen gegenüber zeigten,ließ doch der König selbst Jacob von Zeit zu Zeit ersuchen, seinenAufenthalt in Paris zu verlängern, da leicht eine bessere Wendungfür ihre gemeinsamen Verhandlungen eintreten könnte.
Jacob gedachte nun keineswegs, sich und die Interessen seinesHerrn den Franzosen auf Gutdünken zu überliefern; und deshalbversuchte er auf alle Fälle den Rückzug in das spanische Lager freizu halten. Im tiefsten Geheimnisse eröffnete er dem Don Pedro,daß die Franzosen die Gelegenheit seiner — Jacob's — Ankunftin Paris benutzt hätten, um früher schon begonnene Heirathsvcr-handlnngen wieder anzuknüpfen, obwohl der Herzog natürlich demKatholischen Könige viel zu sehr ergeben wäre, um nicht nach derersten Andeutung von den konknrrirenden Absichten Spaniensjeden Gedanken an die französische Vermählung auszugeben! Durchsolche Künste, welche natürlich die lebhafte Billigung des HerzogS