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Anders Karl Emanuel. Er war entrüstet über die Art, inwelcher Frankreich schon seit beinahe fünf Jahren ihn täuschte undhinzog, ihn mit Spanien zu verfeinden suchte, ohne ihm dafür dasGeringste zu gewähren. Er begann die Absicht Heinrich's zudurchschauen: Savoyen unbedingt an die französische Politik zufesseln und demselben erst zn einem ihm beliebigen Zeitpunkt einenihm beliebigen Lohn ohne eigene Opfer zu gewähren. Der Herzogdagegen war ebenso fest entschlossen, nicht ohne bestimmte Aussichtauf einen greifbaren Bortheil sich den französischen Interessen unter-zuordnen. Da ihm aber Heinrich bisher einen Zuwachs weder auffranzösische noch auf spanische Kosten sicher verheißen wollte, jaseinen Gesandten unwürdig und zurückweisend behandelte; daandrerseits Spanien offenbar sich bemühte, ihn wieder für sich zugewinnen: so beschloß Karl Emanuel, es noch einmal mit derspanischen Freundschaft zu versuchen. Von dieser konnte er diewesentlichste Förderung erwarten. Spanien, der Feind der Türken,vermochte ihn in den geplanten Unternehmungen auf Mazedonienund Cypern — denn auch von dieser Insel hatten die unzufriedenenChristen sich hülfeflchend an ihn gewandt — zn unterstützen, wäh-rend Frankreich mit der Pforte befreundet war. In Frankreichwar es Grundsatz, die Prinzen von den großen Staatsämtern aus-zuschließen; in Spanien dagegen ließ man ihn hohe Stellungenfür seine jüngeren Söhne erhoffen. Den Kardinal versprach diemadrider Regierung mit einem reichen Erzbisthum auszurüsten,vielleicht mit dem wichtigen und einträglichen Amte eines ProtektorsSpanien's in Rom zu betrauen. Von Spanien allein hing es ab,ob Savoyen durch Tausch eigener und von der mailändischen Re-gierung zu kaufender Gebiete mit dem größten Theile des mantua-nischen Montferrat eine längst begehrte und hochwichtige Abrundungerhalten würde. Nur von Spanien, nicht von Frankreich, warErlaubniß und Unterstützung zum Angriffe aus Genf zu er-hoffen. Endlich bezog das gesammte savohische Haus aus Spaniengroße Einkünfte, die dasselbe nicht leicht anders woher ersetzt bekommen