Die französische Partei in Europa.
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Vielleicht war es nur zu diesem Zwecke, daß er den Marquisv. Lullin, den Präsidenten de ya Rochctte und andere Beamtenund Adlige nach Turin beschiel», mit ihnen über die französischenAnerbietungcn zu berathen. Sofort nach Trolliouz' Ankunft wieser Jacob an, einen Versuch zu machen, ob man die Franzosennicht zu den „ursprünglichen Ideen" d. h. zur Abtretung wenigstensder drei kleineren unter den beregten Distrikten zurückbringen könne.Er war großmüthig genug zuzugestehen, daß dies nicht durchförmlichen Vertrag, sondern auch auf andere zuverlässige Weifegeschehen könne. Von einem sofortigen Beginne der Feindseligkeiten— den auch Heinrich wohl kaum beabsichtigt hatte — wollte derHerzog jetzt nichts hören, da seine Grenzplätze gegen Mailand inschlechtem Zustande, ihm noch 500,000 Gvldthaler auf Mailandund Neapel rückständig und endlich noch immer zehn KompagnienSpanier in Savoyen garnisonirt seien.
Die französischen Staatsmänner hatten für die RückkunftTrolliouz' den Termin eines Monates festgesetzt; indeß danacherklärte der Herzog sich nicht richten zu können, sondern dieRückkunft Verrua's aus Spanien abwarten zu müssen, die manfreilich bis spätestens in den ersten Tagen des März erwartete.Habe er sich doch zu der Absenkung Verrua's erst entschlossen,als die französischen Staatslenker sich viele Monate lang, denfeierlichsten Verheißungen zuwider, durchaus gleichgültig gegenSavoyen gezeigt, die Spanier aber den lebhaftesten Verdachtgegen dasselbe erwiesen hätten. Ueberhaupt wünsche der Herzognichts sehnlicher, als ein gutes Einvernehmen zwischen den beidenKronen herzustellen! Er sei freilich der savoyisch-französischenHeirath sehr geneigt, müsse aber auf der Ausführung der vonHerrn v. Bcthune, Alineourt und verschiedenen französischenKardinälen gethanen Verheißungen in Betreff der Bresse und derangrenzenden Bezirke durchaus bestehen.')
>) Zwei nur überhaupt aus dein Jahre 1609 datirtc 1 N 8 . Minuten zuInstruktionen an gacob im Turincr St.-A., wettere Hlinistri Iwancia, kk. 12.