Band 
Dritter Theil.
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Die französische Parici in Europa.

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wimumg des für Frankreich wichtigsten Staates — Savoyen —und des durch feine Lage immerhin auch bedeutenden mantuanischeuHerzogthums. Von Venedig war für den Fall eines Krieges inItalien wenigstens eine für Frankreich wohlwollende Neutralität,bei größerer örtlicher und zeitlicher Ausdehnung des Kampfes wohlauch Betheiligung in einem für diese Macht günstigen Sinne zuerwarten, trotz augenblicklicher Mißstimmung zwischen beiden Re-gierungen. Die übrigen italienischen Staaten standen auf Seiteder Spanier, indessen waren wichtig nur der Papst und der Groß-herzog von Toskana. Daß bei Paul V. die spanischen Sympathienstark genug sein würden, um ihn zu einem Waffenbunde mit demKatholischen Könige zu veranlassen, der ihn der Gefahr aussetzte,Frankreich ganz- den Ketzern und dem Schisma in die Arme zutreiben, das ließ sich durchaus nicht erwarten, und so kümmertesich Heinrich nach wie vor wenig um die politischen HerzensneignngenSr. Heiligkeit. Eher war ein Bündniß Toskana's mit Spanienmöglich; Cosimo II. war neuerdings heftig entrüstet darüber, daßSully sich noch immer hartnäckig weigerte, die alten SchnldforderungcnToskana's an Heinrich IV. zurückzuzahlen: indeß pflegten die Mediceerdoch theils zu viel Vorsicht, theils auch zu viel Liebe für die vonihnen aufgehäuften Schätze zu besitzen, als daß sie sich sonderlichfür eine der kriegführenden Mächte angestrengt hätten und nicht jeder-zeit bereit gewesen wären, zu dem siegenden Gegner überzugehen.Jedenfalls war die entschieden französische Partei in Italien —Mantua und besonders Savoyen — viel thatkräftiger und schneidiger,als die Gegner. —

Nicht minder wichtig, als in Italien sich Anhänger zur Be-kämpfung der dort herrschenden spanischen Macht zu erwerben, wares für die französische Politik, in Deutschland die protestantischeOpposition gegen das eng mit dem eifrigen Katholizismus ver-bündete Habsburgische Kaiserthnm zu ermnthigen, zu unterstützenund sich dienstbar zu machen.

Ein dreifaches Ziel hatte Heinrich IV. von jeher bei seiner