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Viertes Kapitel.
und dem Herzoge Bouillon — das größte Mißtrauen und be-nahmen sich, Moritz von Hessen ausgenommen, ihm gegenübermit vieler Zurückhaltung. Diese Reserve seitens der protestantischenReichsfürsten scheint die Ursache gewesen zu sein, weshalb der Königeinen Augenblick lang die Ansprüche Revers' aus einen Theil derkleveschen Länder begünstigte und den Ritter von La Vieville anJohann Wilhelm und dessen Räthe schickte, um bei ihnen dieForderungen Revers' zu unterstützen (Okt. 1605). Ueber den Fort-und Ausgang dieser Unterhandlung sind wir leider nicht unterrichtet. 0
Inzwischen verfolgte Herzog Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg,der mit dem Haupte seines Hauses, dem Kurfürsten, in steten:Zwiespalt lebte, seine eigenen Bahnen. Er bemühte sich in: Anfangedes Jahres 1605, durch Gesandtschaften bei dem Kaiser, bei demKönige von Frankreich, bei dem Herzoge von Lothringen und beiden Generalstaaten 2) um Unterstützung seiner Ansprüche. Jedochnirgends vermochte er feste Zusagen zu erhalten. Was Heinrich IV.im Besondern betrifft, so kam er auf seine frühern steten Rath-schläge zurück, „das die IsZitimi suooossoros solcher länder halbersich freundlich vergleichen sollen," indem er für diesen Fall seinekräftige Beihülfe in Aussicht stellte, ch
Aber damit war dem Neuburger nicht gedient, der vielmehrallein die reichen jülich-kleve-bergischen Länder besitzen wollte. Zudiesem Zwecke scheute er vor einem Bündniß mit den schlimmstenGegnern seines evangelischen Bekenntnisses nicht zurück. Schonim April 1604 hatte sich sein Erbe, Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm,derselbe, der später aus eben diesem Grunde zum Katholizismusübergetreten ist, an die katholische Vormacht, an Spanien, um
tz In dem Düsseldorfer Provinzialarchive findet sich, nach gütiger Aus-kunft des Hrn. Staatsarchivarö Or. Hegert, kein Dokument über die Gesandt-schaft Vicville'ö. — Briefe Heinr. IV. an den Herz. v. Kleve u. dessen Räthe,v. 2. Okt. 1605; I.eUr.mlW. VIII. 919 I.
2) Ueber die Gesandtschaft bei den letzteren s. IÄ8, Buzenval an Beaumont12. Febr. 1605; a. a. O.
2) Br. u. A. I. 494.