Band 
Dritter Theil.
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Der jMcher Erbfolgeslreit.

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hatte, wie schon damals die Entscheidung der europäischen Ge-schicke in Paris gesucht werden mußte. Der Erzherzog Albert,welchem die Spanier überhaupt allzu große Friedensliebe undMangel an Eifer für die Sache der Religion und des Erz-hauses Oesterreich vorwarfen, schien nichts anzustreben, als ängst-lich die Unzufriedenheit des mächtigen Nachbarn zu vermeiden.Allerdings waren auch seine Strcitkräfte gering, da nach dem Friedendie belgische Armee etatsmäßig nur 14—15000 Alaun stark seinsollte, in Wirklichkeit aber wegen Geldmangels bald weit geringerwar; und das reichte um so weniger aus, als der Erzherzog beijedem kriegerischen Zusammenstoße mit Frankreich auch den so-fortigen Angriff der Holländer von Norden her zu besorgen hatte.Deshalb hatte er auf die erste Nachricht von der Eröffnung derjülicher Erbschaft alö sein Programm in dieser Angelegenheit auf-gestellt: so vorzugehen, daß dieselbe, mit möglichster Wahrung derkaiserlichen Rechte, doch auf friedliche Weise, so gut wie es ebengehe, entschieden werde — gerade kein sehr heroischer Entschluß!Als er eine Gesandtschaft an die jütischer Stände abschickte, vermieder ängstlich, Spanier oder bekannte Anhänger der Knegspartei anderselben zu betheiligen, nur damit er nach keiner Seite hin etwaVerdacht erwecke. Erst der lebhaften Einwirkung der ihm beige-gegebenen spanischen Räthe und von Madrid her gelang es, ihn(Mitte Mai) zu etwas kräftigerm Auftreten zu veranlassen. Daforderte er den französischen König auf, den Kurfürsten vonBrandenburg an der Absendung von Kriegsvolk nach Zülich zuverhindern, denn damit werde derselbe einen Brand entzünden, dernur schwer wieder zu löschen sei; am besten werde es sein, einenkatholischen Fürsten — natürlich einen den Habsburger» verwandtenoder befreundeten — zum Herrn der streitigen Länder zu erklären.Zugleich ermähnte Albert die jülich-bergischcn Stände zu strengsterNeutralität, also zur Abweisung Brandenburg's und Neuburg'S,indem er ihnen das verfängliche Anerbieten stellte, sie zur Be-wahrung ihrer Unparteilichkeit in seinen Schutz zu nehmen. Das