Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

der eben von Herzen den Spaniern ergeben war, gab sich allenur erdenkbare Mühe, um, sei es durch Einsetzung einer neutralenRegierung iuJülich, sei es durch die unsterblichen spanisch-französischenHeirathsprojekte dem drohenden Fricdensbruche zuvorzukommen:aber diese Bestrebungen blieben ohne jeden Erfolg, si Im Gegen-theil erklärte der verstockte Heinrich in Rom rund heraus, daß erseine Freunde durchaus nicht den Spaniern und überhaupt demHause Oesterreich überlassen werde; indem er freilich die im Grundenichts bedeutende Bitte hinzufügte, der Papst möge doch mit alleinEifer an der Erhaltung des Friedens arbeiten! Er ließ immerwieder den Papst durch Breves wissen, daß es seine feste Absichtsei, seine Verbündeten zu schützen und zu verhindern, daß, unterwelchem Vorwande es auch sei, Jnlich-Kleve in die Gewalt desHauses Oesterreich gerathe. Der Papst möge doch wohl erwägen,„ob es vernünftig sei, daß die Spanier unter ihrem gewöhnlichenMantel der Religion, mit dem sie sich so gern bedecken, sich be-mühen, die Erbschaft anderer einzunehmen und zu überziehen."-)Natürlich war der Papst wenig geneigt, auf diesen Gesichts-punkt einzugehen; Paul dem Fünften lag vor allem daran, jenereichen und wohlbevölkerten niedcrrheinischen Lande dem Katholizis-mus zurückzugewinnen, und das konnte ohne Zweifel am bestenunter habsburgischer Herrschaft geschehen. Er erklärte sich bereit,der katholischen, d. h. der österreichischen Partei in dein jülicherStreite mit einer namhaften Geldsumme beizuspringen, wenn siesich nur einigermaßen fest unter einem zuverlässigen Haupte

>) iVlä. Dep. Ortcmberg's v. I. Aug. (Brüssel, Kgl. Archiv, k^oci-alons

de Knme, 8j; 5a 5^ . . . disoit . . . gn'elle escrlueloit au I§unee ^our

reprocüer au Ko/, gu'il eulreprendrod 1a 1'roteelion des KeOelles el Herelicguescontre !es Oatli^, au pte)udice de 1'kmpereur coe Lei^ueur du üet de eespa^s 1a; 1u^ proLnostic^uant gue Oieu par les llu^uenolr, und. aueccz lesIleeetiegues vo^slns, un§ )our en falro^ent ssics 1a ven§eance. — ^15. Dep.Pecquius' v. II. Aug. (Wien).

2) E. Ortemberg an Praetz, 12. Aug. (Brüssel). — Znstr. an Breves v,31. Aug; I.. m. VIl 760 f. — Dep. Cardenas' v. 1. Sevt.; Br. u. A. 11, 360.