Band 
Dritter Theil.
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Der jülicher Erbfolgestreit.

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Es schien, als ob Karl Emanuel jetzt ganz nnd gar auf dieAbsichten des französischen Monarchen eingegangen sei. — IndemTrolliouz (5. Juni) mit jener Vollmacht nach Paris gesandt war,erhielten er und Jacob oor allem den Auftrag zu erkunden, obBullion'sVersicherung, der König wolle selbst, nnd zwar im nächsten Frühjahr,den Krieg beginnen, begründet, nnd welche Vorbereitungen dazu ge-troffen seien. Sie hatten von Seiten des Herzogs zwanzig Geschützemit allem Zubehör, 6000 Mann zu Fuß und 2000 zu Pferde zu ver-sprechen — ein Anerbieten, das gewiß noch nicht das letzte WortKarl Emauuel's war. Es war nur gerecht, wenn derselbe nocheinmal betonte, daß man seine Söhne für den Verlust der spanischenVerheißungen einigermaßen entschädigen müsse. Um die Dingezu beschleunigen, stellte er sich, als ob er wegen seiner französischenVerbindung von den Spaniern angegriffen zu werden fürchtete,und bat um sofortige Rücksendung des in Paris weilenden Les-dignieres in dessen Gouvernement Dauphins mit dem Befehle,Savoyen in allen Nöthen zu unterstützen. Schon unbescheidenerwar es, obwohl immer noch auf der von Frankreich aufgestelltenGrundlage beruhend, wenn er für den Verzicht auf die ehemalssavoyischen Rhoneprovinzen alle gemeinsam zu machenden Erobe-rungen beanspruchte, wenn er verlangte, daß, da der König beiBeginn der gemeinschaftlichen Unternehmungen einen savoyischenPrinzen als Geißel für Savoyen's Treue in Paris zu habenwünsche, auch gleichzeitig Madame Elisabeth zur Erziehung nachTurin gesandt werde. Solche Forderungen brauchten übrigens demfranzösischen Könige nicht allzu viel Sorge zu machen, da er wußte,daß der Savoyer gern mit sich handeln lasse.

Um so mehr war derselbe hierzu gezwungen, als er nunmehrseinen Absagebrief nach Spanien sandte, in Form einer Instruktionan den Grafen Verrua. Bisher — schrieb er demselben — habenwir den Abschluß der Unterhandlung mit Frankreich aufgeschoben,um erst Eure Ergebnisse abzuwarten; aber jetzt muß in wenigenTagen der Herzog v. Nemours mit dem endgültigen Entscheid nach