Band 
Dritter Theil.
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Der jnlicher Erbfelgestreit.

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des verruchten Ketzernestes Genf — MsIIn pwrcko cli Oinovra —zu bemächtigen, und es zugteich zur savoyischen Unterthanenschaftund zur alleinseligmachenden Kirche zurückzuführen. Drittens endlichhatte der Papst doch über seine kirchlichen Aufgaben nicht so sehrdie politischen eines zugleich weltlichen Fürsten vergessen, daß ernicht durch die französisch-savoyische Berbindung den Franzosensteten Eintritt in die Halbinsel möglich zu machen und damit derspanischen Herrschaft in Italien ein Gegengewicht zu schaffengewünscht hätte. War dies ja das beständige Streben der Päpsteseit Klemens VII. gewesen!

Heinrich bedurfte dieser Aufforderung von Seiten des heil.Baters kaum. Hr. v. Jacob sah sich von dem Könige und dessenGemahlin mit der größten Auszeichnung behandelt. In wöchent-lich mehrfach wiederholten Audienzen, denen zum Theil auch derMarschall von Lesdiguieres, der erbittertste Feind der Spanier inganz Frankreich, beiwohnte, wurden alle Modalitäten des WeckernVerfahrens festgesetzt, auch beschlossen, die Heirath offiziell in Madridanzuzeigen — immer um den Schein zu wahren. Im Augustunternahm dann der Herzog eine abermalige beträchtliche Ver-stärkung seines Heeres unter dem Vorwande, daß er damit denPrinzen Philibert gegen die Türken in Mazedonien senden wolle;er erbat sich zugleich von dem französischen Herrscher einen ver-trauten Rathgeber, um die militärischen Maßregeln weiterhingemeinsam festzusetzen. Freilich zum Abschlüsse der Heiraths-verhandlungen kam es wegen der vom Herzoge sofort gewünschten,vom Könige aber einstweilen verschobenen Festsetzung der Vortheilefür den erster» noch nicht.

Der Gewinn Savoheu's für die französische Allianz warallerdings einstweilen das einzige und deshalb einigermaßen ent-muthigende Ergebniß der Negoziationen Hcinrich's IV. Weniggünstig standen die Unterhandlungen mit Venedig. Aus einedirekte Frage Villeroy's erklärte Fosearini offen, daß von einen:Angriffsbündiiiß gegen Spanien in Venedig nie die Rede gewesen