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Viertes Kapitel.
sei, sondern nur von einer Defensivallianz, und auch von einersolchen nur unter der Bedingung, daß die meisten italienischenStaaten an derselben theilnähmeu. — Alle Versuche, zu klarernFestsetzungen mit Venedig zu gelangen, lehnte die Republik ab,wenn nicht zuvor die Zustimmung eines guten Theils der italienischenFürsten erwirkt sei, Heinrich war damals so ergrimmt ob derkühlen und übervorsichtigen Haltung der Venetianer, daß er sichbei ihren erneuten Streitigkeiten mit dem Papste auf dessen Seiteneigte; während der neue spanische Gesandte in Rom, der aus denpäpstlich-veuetianischen Irrungen bekannte Don Francisco de Castro,von seinem Hofe den bestimmten und ausdrücklichen Befehl er-halten hatte, die Interessen der Republik bei der Kurie zu ver-treten. ') Dieser geschickte Schachzug der spanischen Politik hattewirklich nicht wenig Erfolg.
Auch England betrachtete jede» Schritt Heinrich's IV. mitgrößtem Mißtrauen, so daß derselbe es noch gar nicht wagte, indiesem Stande der Angelegenheit eingehende Verhandlungen mitdemselben zu beginnen. Mit Holland dagegen hatte Heinrich sich schonsehr früh in Einverständnis; über die jülicher Angelegenheit zu setzengesucht. Auf die erste Kunde von dem Hinscheiden des HerzogsJohann Wilhelm fragte Villeroh durch Jeannin bei den General-staaten an, welche Rolle sie bei dem bevorstehenden Streite spielenund welche Hülfe sie für den Fall, daß Frankreich mit den Waffenfür seine Bundesgenossen werde eintreten müssen, diesen gewährenwürden? Die französischen Staatsmänner hielten dafür, daß derStillstand vom 9. April die Gcueralstaaten nicht verhindern könne,ihre Freunde in deren jülicher Ansprüchen zu unterstützen. Alleinvon den vorsichtigen Holländern, die sich des kaum erlangtenFriedens freuten, war keine bestimmte Erwiderung zu erlangen.Auf erneute Aufragen des Königs an die Generalstaaten, was die-
L48. Jnstr. an Jacob, 19. Aug. — Dep. Foscarini's v. 14., 23. Scpt.p. 3 >3 ir. — L18. Dep. Cardenaö' v. 31. Okt. — Vgl. Asselineau an Du Plessis,23. Juni; U6ln. et Oorre-ip. (1e Ouplessitj-Nornax, X, 337.