Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

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nicht verwirklicht, und ist in Folge dieser Enttäuschungenseit der Mitte des September 160 !) ein ZurückweichenHeinrich's von seinen umfassenden Angriffsplancn zubemerken. Diese zögernde Vorsicht äußerte sich zunächst demHerzoge von Savoyen gegenüber, der theils aus natürlicher Un-geduld, theils aus Mißbehagen an seiner allerdings peinlichen undzweideutigen Lage alles that, um den König mit sich fortzureißen.Der savoyische Gesandte drang in Heinrich, sofort den Kampf gegendie Spanier aufzunehmen und sie aus Italien zu vertreiben; jetztsei die beste Zeit dazu, da Spanien Mangel an Geld litte und seineTruppen auf der Halbinsel nur gering an Zahl seien. Wolle aberder König noch weiter zögern, dann möge er erlauben, daß früherenVerabredungen und erneuten spanischen Aufforderungen gemäß derzweite Sohn des Herzogs, Philibert, nach Spanien gehe, damit derKatholische König nicht Verdacht schöpfe, noch den savoyischeuPrinzen die reichen Pensionen, die er ihnen zahlte, entzöge. —Diese letztere Eventualität — die Reise Philibert's nach Spanien— sollte nur eine Drohung sein, um Heinrich IV, geschmeidig zumachen: hätte sie doch ein Aufgeben jedes Angriffsgedankens gegenSpanien von Seite Savohen's bedeutet! Allein der König ließsich nicht beirren. Er nahm die pekuniäre Entschädigung der sa-voyischen Prinzen auf sich, verbat sich aber auf das Entschiedenstedie Reise Philibert's nach Spanien, da mau denselben dort alsGeißel für die Treue deö Herzogs benutzen würde. Er blieb dabei,daß er die feste Absicht habe, allerorten mit den Spaniern zubrechen; indeß es sei dazu zweierlei nothwendig, Vorwand undSicherheit. Jenen werde die jülicher Angelegenheit geben, welcheja gar nicht anders als in einem Kriege endigen könne; die Sicher-heit müsse man in Bündnissen suchen, die freilich auf dem bestenWege, aber doch noch nicht faktisch abgeschlossen seien, — Unter -diesen Umständen hielten es auch andererseits der Herzog und seinGesandter Jacob für gut, die Hcirathsvcrhaudluugen nicht zubeeilen, sondern sich zurückhaltend zu benehmen, um die Franzosen