Der jüttcher Erbfolgestreit.
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busch zusammenzuziehen, um die Gcneralstaaten von jeder Unter-stützung der Possidirenden abzuschrecken. Nur die Geldhülfe, dieLeopold verlangte, schlug Albert ab — jedoch nicht aus Mangelan gutem Willen oder Muth, sondern weil seine eigenen be-schränkten Mittel ihm eine solche Freigebigkeit nicht gestatteten?)
Sicherlich wäre der Erzherzog nicht mit einer bei ihm so un-gewöhnlichen Kühnheit ausgetreten, wenn er nicht auf alle Fälledes Beistandes der gesummten spanischen Macht sicher und über-dies von der heimischen Regierung geschoben und vorwärts ge-trieben worden wäre. Zu dieser Zeit bewilligte Philipp III. derjungen katholischen Liga in Deutschland, welche den KapuzinerLorenzo di Brindisi an ihn gesandt hatte, eine jährliche Unter-stützung von 360,000 Dukaten, aber nur unter der Bedingung,daß sie die deutschen Habsburger in ihren Bund aufnehme, dasheißt, sich denselben für alle ihre Sonderzwccke — zunächst für denjülich'scheu — zur Verfügung stelle. Ausdrücklich wurde gesagt:der erste Zweck der Liga müsse die Förderung der katholischen Re-ligion, der zweite aber die Erhöhung des Hauses Oesterreich scin.'HDiesem durchaus Habsburgischen Programme blieb der KatholischeKönig auch in Zukunft, wie wir sehen werden, der Liga gegenüberstets treu. Der spanischen Politik waren.ja die religiösen Inter-essen nur insofern ehrwürdig, als sie mit den weltlichen der Habs-burger Hand in Hand gingen! —
Der französische König fand also die Spanier und den Erz-herzog Albert viel energischer und entschlossener, seine eigenenFreunde viel lauer und saumseliger, als er gedacht hatte. SeineErwartungen hatten sich nach den meisten Richtungen hin einstweilen
') Aersscn an Barncvclt, 27. Okt.; Instr. an Bongars, 10. Nov.; Hartc-. seid an Pnwinkhausrn, 26. Nov.: Br. u. A 1t, 457, 470, 486. — Dop. Win-Word? v. ^ Nov.; 5V. IN. III. 84. — LI8. Dop. Pocqnius' v. 18. Novbr.(Wicn).
2) dlS. Instruktion an D. Baltasar dc Zuinga v. 5. Nov. 1609; Paris,N.-A. K. 1461, Nr. 8.