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Viertes Kapitel.
vor allem die Interessen seines eigenen Landes, ohne Rücksicht anfSpanien oder die allgemeinen Ziele des habsbnrgischcn Hanfes, zufördern. Indem er aber doch durchaus abhängig war von derspanischen Regierung, kam er dadurch häufig in sehr verdrießlicheWeiterungen und zweideutige Situationen. Einige Große seineseigenen Hofhaltes hatten ihn noch neulich iu Spanieu wegeu über-triebener Friedfertigkeit und wegen seiner Gleichgültigkeit gegen denVortheil Spanicn's denuuzirt. In der That hatte er alles gethan,um sein durch die Spanier ihm jüngst anfgenöthigtes energischeresVerfahren betreffs der jülicher Angelegenheit durch friedliche unddemüthige Versicherungen bei dem französischen Herrscher zu be-mänteln und zu entschuldigen.si Allein er hätte ein völlig ehr-vergessener Fürst sein müssen, um einen Flüchtling aus königlichemGcblüte, der sich zu ihm gerettet hatte, um seiner Gemahlin unddamit seine eigene Ehre in Sicherheit zu bringen, dem über-mächtigen Verfolger auszuliefern. Des Erzherzogs Antwortschreibenau den König — vom 3. Dezember — war milde und freund-schaftlich gehalten, aber ablehnend,?) und ebenso waren die Er-klärungen, die er mündlich dem Herrn von Praslin gab, und dieer Pecguins in Paris dem Könige selbst zu machen befahl. DerPrinz habe nur freien Durchgang durch sein Land begehrt, um sichnach Breda zu seinem Schwager, dem Prinzen von Oranieu, zubegeben. Ein so bescheidenes Verlangen von Seiten eines Mannesaus dem königlichen Gcblüte von Frankreich habe der Erzherzognicht abschlagen können; doch werde er nicht dulden, daß Eondelangem Aufenthalt auf flandrischem Gebiete nehme.
Das mußte nun die Leidenschaft Heinrich's anf das höchstereizen. Schon wie die Antwort des Erzherzogs sich einigermaßenverzögerte, waren der König und seine Minister in großer Anf-
518. Dcp. Pecquius' v. 25. April. — 518. Jnstr. an PecquiuS v. 30. Lkt.— 518. Dep. (5ardenas' v. 31. Okt. 2!>. Nov.
2) 518. Aus Maricmont, Wicn, H. H. u. St.-A. 1'. e.'. >51.