Der änlicher Erbfelgestreit.
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Versammlung zu Schwäbisch-Hall ankündigte und den König umBeschickung derselben, sowie um kräftige Unterstützung der Possi-direnden anging. Er erreichte seinen Zweck vollkommen, indem erdas anfängliche Mißtrauen der französischen Staatsmänner beseitigteund in jenen beiden Punkten bestimmte Zusagen erhielt. Seiner-seits versprach er, daß die deutschen Protestanten ein Heer von8000 Fußgängern und 2000 Reitern mit 20 bis 25 Kanonenaufstellen würden.')
Schon vor Anhalt war als außerordentlicher Gesandter Sachsen'sder Graf von Mansfeld, von mehreren Räthen begleitet, in Pariseingetroffen; aber zunächst verfiel er in eine mehrwöchcntliche Krank-heit, die ihn verhinderte, den Bemühungen Anhalt's entgegen zuarbeiten. Freilich würde ihm dies auch wenig genützt haben, dagegen Ende des Jahres der König fest entschlossen zum Kampfewar. Trotz aller Gegengründe des Nuntius erklärte er diesemgerade heraus: er werde die Possidirenden durch die angedrohtekaiserliche Acht nicht unterdrücken lassen. Während Anhalt nachdem Haag ging, um auch hier seine Werbung vorzubringen undzugleich Kunde von der festen Gesinnung des französischen Mon-archen zu geben: sandte Heinrich den Anton von kür Bodcrie, derschon mehrere Jahre Botschafter in England gewesen war, nachdiesem Lande, um König Jakob, der sich durchaus schwankend zeigte,zu einen, bestimmten Entschlüsse zu Gunsten der Possidirenden undder französischen Pläne mit fortzureißen; und zugleich nach Deutsch-land an Stelle Bongar's, der zu einseitig für das Interesse seinerprotestantischen Glanbensverwand/en eingenommen schien, den Jeande Thnmery de Boissise. Boissise gehörte zu den einflußreichstenRäthen des Königs und war zugleich bei den deutschen Protestan-ten, mit denen er schon öfter verhandelt hatte, bekannt und beliebt.
0 Acrsse» an Du Plessis, 2. Jan. 1610; ktem. el Lorresp. cte Daple^sis-IN. X. 4ö3. — Bericht Anhalt's über seine französische Gesandtschaft, 17. Jan.;Br- u. A. III, 46 II.