Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

Vom Könige hatte er ihnen zu sagen: „derselbe wollte denjenigen,so ihn für einen Faineant hielten, ehe sie es vermeinten, das Gegen-theil erweisen." Er erhielt die Instruktion, an der Versammlungzu Hall, sowie an der Berathung über das wegen der jülichcr Erb-schaft abzuschließende besondere Bündniß theilznnehmen; ferner solleer die deutschen Fürsten auf die Gefahr aufmerksam machen, welcheihnen und zumal den rechtmäßigen Erben der jülicher Lande solange drohe, als Spanien überhaupt einen Fuß am Rhcine habe,d. h. Belgien besitze. In dieser letzten Hinweisnug lag die RacheHeinrich's wegen der Aufnahme, die Condc mit seiner schönenGemahlin in den spanischen Niederlanden gefunden hatte. AberHeinrich IV. ging noch weiter. Nicht mindere Gefahren, hatteBoissise vorzustellen, laufe die Freiheit der Fürsten, so lange dasHaus Oesterreich die Kaiserkrone behaupte; es wurde wieder ein-mal auf den Herzog von Baiern als den wünschenswerthestenThronkandidaten hingewiesen. Als Hauptaufgabe aber war Boissisebezeichnet, unter allen Umstanden einen gütlichen Ausgleich in derjülicher Frage zu verhindern, die Dinge zum Kriege zu treiben.Ein Schreiben des Königs an die „nnirtcn Kurfürsten, Fürsten,Stände und Städte des Reiches" versprach denselben den wirk-samsten Schutz Frankrcich's für alle Nothfälle. Wenige Tage später,im Beginne des neuen Jahres, ging Herr von Bethune nach demHaag ab, um die Generalstaaten zu einem schleunigen und kräf-tigen Beschlusse wider die gemeinsamen Gegner zn veranlassen, die„sich mit aller Hast vorbereiteten, unsern Plänen zur Begünstigungder Erben der Herzogthinner Jülich und Kleve sich zu widersetzen." ')Aber nicht nur mit diplomatischen, auch mit militärischenMitteln schickte der König sich zum Kriege an. Die Rüstungen

>) Dep. Nbaldini's v. 22. Dez. 1609; Br. u A. II. 519. — VI8. Dep.Cardenas' n. Pccquius' v. 50. Dez. — Jnstr. an Boissise, 50. Dez.; anszüg-lich bei Gindely a. a. O. II, 78 s. — Heinrich IV. an die Kurfürsten u. s. w.8. ä.; Nettr. nüss. VII, 821. — Heinrich IV. an Barncvelt; ebendas. 823. —Br. u. A. III, 82.