Der jnlicker Erbfolgcstreit.
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wurden eiligst gefördert. Alle auf Urlaub befindlichen Soldatenwurden bis zum nächsten 25. Februar zu ihren Regimentern mrdGarnisonen zurückberufen. Die Fabrikation von Zelten und vonGeschützen wurde mit großem Eifer betrieben.')
Daß die madrider Regierung in der Conde'schen Angelegen-heit ein anderes Verfahren einschlagen werde, als Erzherzog Albert,darüber hat sich Heinrich wohl nie Illusionen gemacht. In derThat war es für den König von Spanien noch weniger möglich,als für den Erzherzog, den Prinzen und dessen Gemahlin an Frank-reich auszuliefern. In Madrid hatten die Kunde von dein Aufent-halte Conde's in Flandern und das Ansliefcrungsvcrlangen desfranzösischen Königs einen gleich peinlichen Eindruck hervorgerufen.Man wollte durchaus diesem Könige gegenüber nicht als Beleidigererscheinen, um das Odium des wahrscheinlich ausbrecheuden Kriegesihm selbst aufwalzen zu können; und am liebsten hätte man diesenKrieg ganz vermieden! Man kannte in Madrid auf das Genauestedie Verabredungen Heinrich's und des Herzogs von Savoyen; undhierzu hatte die spanische Regierung kaum des gut unterrichtetenSpions bedurft, den Cardcnas schon im September zu gewinnengewußt hatteH) da der französische Monarch seine Ansichten undPläne so in alle Welt hinausrief. Die spanische Regierung sahalso das Verbleiben Eonde's in Belgien wirklich höchst ungern.Sie wies die Anschuldigung, der Erzherzog, sein Minister Gnadalesteund Don Iiiigo seien mit Conde und den Aufständischen in Pontonin Verbindung, mit Entrüstung zurück — die allerdings nur in-sofern begründet war, als Eardenas' Aufforderung an den Staats-rath, sich mit dem unzufriedenen Eonde in nähere Beziehungen zusetzen, überhaupt zu spät gekommen war; den guten Willen hattewenigstens Eardenas wohl gehabt, ch Dagegen war es vollkommen
9 U8. Dop. Eardenas' v. 30. Dez. — Hcinr. lV. an de» Seneschall vonBeziers, 14. Dez.; l.. m. VII, 829.
N6. Dep. Eardenas' v. 30. Scpt. >609.
2) Kl8. Dep. Eardenas' v. 29. Nov.