Der julicher Erbfolgestreit.
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war von Heinrich in diesem Sinne ausgenutzt worden. Mit kin-discher Unbedachtsamkeit sprach der Prinz dann in Brüssel, wo erstets in spanischer Kleidung auftrat und nach spanischer Sitte lebte,von seinen zahlreichen Freunden unter den Großen und unter denHugenotten von Frankreich, mit deren und der Spanier Hülfe erleicht den illegitimen Dauphin beseitigen und sich selbst zum Königemachen könne, s) Im Grunde legte Heinrich IV. diesen leerenExpektorationcn Conde's keinen größeren Werth bei, als sie ver-dienten. Er bezeichnet den Prinzen in einem offiziellen Rund-schreiben an die Provinzialgonvcrnenre als einen schwachen undkeineswegs zu fürchtenden Menschen; in einer Instruktion anLa Boderie schildert er ihn als „ein Werkzeug, schwächer undelender in allen Beziehungen, als man sich irgend vorstellenkann."-) Aber es war natürlich dem Könige sehr angenehm, aufsolche Prahlereien des Prinzen als Beweise von dessen gefährlichenEinverständnissen mit den Spaniern hinweisen zu können, die dochselbst keine große Meinung von demselben hatten. Es wurde er-zählt, daß Conde eine Pension von 5000 Dukaten monatlich seitensder Spanier angeboten sei. Um dem Papste die ganze Undank-barkeit der letztem zu schildern, berief Heinrich sich sogar auf dieDienste, die er denselben bei Abschluß des Waffenstillstandes mitden Holländern geleistet habe. Es hieß das in der That bei demheiligen Vater starke Leichtgläubigkeit und Vergeßlichkeit voraus-setzen! Schon viele Beleidigungen der Spanier habe er um desFriedens der Christenheit willen ruhig ertragen — seine eigenenUmtriebe mit den Morisken und seine fortwährende Unterstützung
h Dep. Bcntwoftlio'ö v. 12. Febr. 1610; 8iri, INem. rec. II. 106. ll. —Becher an Trumbu», ^ Febr. 1610; Winev. niem. III. 110.
2) I.eM. mi^s. VII, 818. 842.
-Ü Dcp. Winwood'ö v. ^ Febr. 1610. >V. «. III, 116. — Vgl. Dop.
Cardenaö' v. 14. März, Br. u. A. III, 143: ol de Onde... no le
por mn)' secreto. . . ^ orr .Idandei; 8e Ira deiscu^dado; eu !o ^ue rdliLe ka entenddo, senrrles de no ser constanle, anles !o contrrnio.