Der Micher Erbfolgestreit.
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das größte Glück halten, das mir jemals begegnen könnte, michund Lcsdiguieres jeden an der Spitze eines Heeres zu sehen, um ein-ander zu bekämpfen." Mit dem Savoyer aber führte Fuentcs bereitseinen förmlichen Krieg der Bestechungen, Anskundungcn und andererTreulosigkeiten und Verräthercien, die freilich meist entdeckt wurdenund zahlreiche Einkerkerungen, ja Hinrichtungen im Mäiländischcnund Pienwntesischen zur Folge hatten.')
Das Verhältniß zwischen den beiden Nachbarländern wurdeimmer gespannter. Mit der Erilirnng Conde's nach Mailand undder Trennung desselben von seiner Gemahlin war Heinrich IV.seinerseits durchaus nicht zufrieden, da weder die Prinzessin ihmpreisgegeben noch der Prinz zur Unterwerfung unter die königlicheAutorität gezwungen war. Im Gegentheil zeigte er sich höchstaufgebracht, daß Philipp III. den Prinzen nicht gebeten habe, sichnach einem neutralen Orte, z. B. nach Rom zu begeben, sondernnach Mailand, dessen Gouverneur — Graf Fucntes — für denschlimmsten und rücksichtslosesten Feind Frankreichs galt?) Heinrichbedachte nicht oder wollte nicht bedenken, daß Philipp III. ehren-hafter Weise durchaus nicht vor den Drohungen Frankreich's dieAusweisung Conde's aus seinen Staaten vornehmen konnte. InWirklichkeit aber fühlte der französische König sich ennuthigt durchdie Fortschritte, die inzwischen seine Bündnißverhandlnngcn wenigstensauf zwei Punkten gemacht hatten.
Einmal in Deutschland. — Freilich Sachsen zu gewinnen warihm nicht geglückt, obwohl Heinrich auch insofern Werth auf das-selbe legte, als er dessen Hülfe für unbedingt nothwendig hielt,um die Kaiserkrone dem Hanse Oesterreich zu entziehen. Er hattean den Kurfürsten Christian ll. einen Brief gerichtet, in welchem
>) U8. Cmis. des span. StaatSr. v. 5. Jan., 6. März (letztere mit Apostilles;Pari«', N.-A. X- 1428. — LI8. Dcp. Cardenas' v. 27. Jan. das. 1462. —Dcp. FeScarini'S v- 23. Febr. p. 329. — ViNel, I.esc1i!;uitz^s p. 241. —Kicotti III, 405.
-) Dep. PeccsniuS' v. 18. Febr.; ^.umale II, 466.