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Viertes Kapitel.
gegen fremden Angriff schließen.') Allein das war doch nur eineIllusion. Insofern zeigten im Gegentheil die Nenetianer sich demfranzösischen Könige freundlich, als sie (30. April) die verlangteErlaubniß des freien Durchzuges für deutsches Kriegsvolk in spani-schem Solde, das für Mailand bestimmt war, dem Grafen Fuentesverweigerten.
Immerhin war nicht einmal mehr von dem Plane eines fran-zösisch-venetianischen Berthcidigungsbündnisscs die Rede. Wahrschein-lich ist, daß der schlechte Eindruck, den überall die unwürdige Liebes-affaire des Königs mit der Prinzessin von Conde machte, dieUrsache der zunehmenden Kälte der Republik für den französischenHerrscher war. Auch der Papst zeigte sich unter der Wirkungjenes romantischen Handels dem französischen Herrscher feindseliger,als seit lange. Noch Mitte März hatte der letztere sich dem Nuntiusgegenüber zu beklagen, daß Paul V. völlig für den KatholischenKönig und das Haus Oesterreich Partei nehme und sich für die-selben erkläre!^)
Für England ist diese ungünstige Einwirkung der Conde'schenAngelegenheit erwiesen. Hier war man einstimmig in dem Tadelüber des Königs Betragen. Auch Jakob I. und seine GemahlinAnna von Dänemark hielten mit ihrer abfälligen Meinung überdes französischen Königs unziemliche Anträge an eine seinem eigenenBlute verwandte Dame nicht zurück. Jakob soll sogar dem fran-zösischen Gesandten, als dieser seinen Herrn mit der Liebe zu derPrinzessin entschuldigen wollte, gesagt haben: das sei nicht Liebe,
') N3. Cons. des span. Staatsr. v. 8. Mai: Paris, N.-A. K. 1427.
2) Dep. Cardenas' v. 18. März (Lumale II, 568): vice me fei nuneiofI» fsc. ei re^ <1e kranciaf IraUü muy alteraäo 6e las cosas äe LIemania, ^clanäole muckas guexas vel ^apa gue aeullia ^ se rnostrava inu)' veclaravoper V. N) ^ la casa cle ^ustria. — So wenig war von einer Parteinahmedes Papstes für die „großen Pläne" Heinrich's IV. die Rede!! In diesemSinne spricht sich Heinrich auch über den Papst in seiner Instr. an Boderiev. 22. Febr. aus.