Band 
Dritter Theil.
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Der jülicher Erbsclgestreit.

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zubengen, daß an Stelle Spanien's Frankreich sich in Italien fest-setzen werde, betheuerte der König, dort nichts zu begehren, viel-mehr die spanischen Besitzungen unter seine italienischen Bundes-genossen vertheilen, sich selbst nach der flandrischen Seite ausdehnenzu wollen.

Seiner Gewohnheit nach bezeugte der venetianische Senat zu-nächst seine Unzugänglichkcit diesen Forderungen und Anerbietungengegenüber durch hartnäckiges Schweigen. Verlangte der französischeGesandte in Venedig selbst, Jean Bochard von Champigny, einenachdrückliche Erklärung von dem Senate, so hals dieser sich mitallgemeinen Reden von der Nothwendigkeit der Erhaltung desöffentlichen Friedens, von der Gefahr eines Angriffes der Türkenauf Italien, wenn diese die Halbinsel in einem innern Kriege be-griffen sähen. Allen schönen Worten Champigny's antwortete derDoge (12. März) nur, daß er nicht zweifle, des Königs so hoheKlugheit werde auch diese Wirren beizulegen wissen. Die Republikließ vielfach den Papst ermähnen, im Einverständnisse mit ihr einevollständige Neutralität zu wahren. Sie verwandte sich auch beiHeinrich IV., freilich vergeblich, für den Prinzen von Conde undsprach damit unzweideutig ihre Mißbilligung über des Königs Ver-fahren in dieser Angelegenheit aus?) Der spanische Gesandte inVenedig, Don Alonso de Cueva, schilderte die Stimmung desSenates als so ungünstig für die französischen Anträge, ja er be-tonte so stark, der Doge neige sich vielmehr zu Spanien: daß derspanische Staatsrath sogar den Gedanken faßte, es ließe sich viel-leicht mit Venedig ein Bündniß zum Schutze des Mailändischen

i) Diese Einzelheiten sind meist aus den venetianische» Senatsprotokollenentnommen, die C. Hösler auszüglich mittheilt in seiner Schrift: Heinrichs IV.Plan, dem Hause Habsburg Italien zu entreißen (Prag, 1859). Dieselbe istsonst freilich nicht allein parteiisch und einseitig, sondern auch voll der gröbstenIrrthümer und Unrichtigkeiten und zeugt von gänzlicher Unkenntnis; der dama-ligen Verhältnisse und Persönlichkeiten. — Dep. Foscarini's v. 9. Febr., 326 c.— K18. Dep. Eardenaö' v. 27. April. — II. Uannincr, ^leleteinatum Uomanorui»Llantissa (Regeneburg 1876), p. 270: Borghese an Ubaldini, 5. Jan.

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