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Viertes Kapitel.
seine Kräfte werde schonen und, wenn beide Ringer ermattet seien,als Schiedsrichter zum eigenen Vortheile auftreten können.
Nur dazu hatte sich Jakob im Beginne des Jahres 16lOentschlossen, den possidirenden Fürsten eine Hülfe von 4000 Mannoder eine entsprechende Geldsumme zu gewähren. Aber diese Unter-stützung, die indirekt ja auch Frankreich zu gute kam, genügteHeinrich I V. keineswegs. 0 Vielmehr beauftragte er La Boderie,eine Defensivallianz zwischen Frankreich und England zu Standezu bringen, die einerseits den moralischen Einfluß Frankreichs be-deutend erhöhen mußte, andrerseits dasselbe im Falle des Miß-lingen» seines Angriffes wenigstens vor Verlusten sicher stellte.Aber er fand die Engländer so wenig geneigt, auf seine Anträgeeinzugehen, daß sie vielmehr von ihm in dieser kritischen Lage dieRückzahlung der ihm einst von Elisabeth geliehenen Summenverlangten: so daß Heinrich, in ärgerlichster Stimmung, bereute,überhaupt mit irgend welchen Forderungen an die englische Regierungherangetreten zu sein, während er doch die begonnenen Unterhand-lungen fortzusetzen sich gezwungen sah, damit der aller Welt offen-kundigen Sendung La Boderie's nicht sobald ein Dementi folge.Er befahl dem Botschafter, dem Könige Jakob die habsüchtigenund gefährlichen Absichten der Spanier, ihr Unrecht in der Be-schützung des Prinzen von Conde, ihre eigennützigen Pläne inBetreff der jülich'schen Länder nachdrücklich zu schildern und ihndemgemäß aufzufordern, daß er sich mit Frankreich zur Vereitelungdieser Bestrebungen auf das engste verbinde. Es lag dem fran-zösischen Könige ferner daran, für den Fall seines plötzlichen Todesdie Nachfolge des Dauphin, den offen ausgesprochenen feindseligenAbsichten Conde's gegenüber, zu sichern; er verlangte also, daßin dem Defensivvertrage die Verpflichtung zu gegenseitiger Ver-theidigung nicht nur wider äußere, sondern auch wider innere
0 N8. Dep. Russv's v. 2l>. Fcbr.; Nat.-Bibl. Paris, NK. trxs. 15954.— Instruktion an Wiiuvood, tL Febr.; 4Vin«-. Nsm. III, 112 5.