Der jülicher Erbfolgestreit.
437
Gegner ausgesprochen werde. Einen Augenblick lang — AnfangMärz — schien die Stimmung in England dem Wunsche Heinrich'sziemlich günstig. Indeß derselbe wurde bald gänzlich enttäuscht(Auf. April). Obwohl er die Bezahlung der an England geschuldetenGelder innerhalb dreier Jahre nach Beendigung der gegenwärtigenWirren versprochen hatte, nahmen doch die Engländer diese Ver-schiebung der Entrichtung einer im Grunde nur kleinen Summezum Verwände, um den schon entworfenen Bündnißvertrag abzu-lehnen; als Heinrich auch hierin nachgegeben hatte, kamen sie wiedermit dem Ansprüche, Frankreich solle ihre Schnldforderungen an dieVereinigten Provinzen übernehmen: so daß es klar wurde, wie sienur dem Bündnisse mit Frankreich sich entziehen wollten — zumheftigsten Verdrusse des französischen Königs. Endlich erklärteJakob dem Herrn von La Boderie ganz einfach: er habe ^durchauskeine Ursache zum Bruche mit Spanien und dem ErzherzogAlbert. Es schien, als werde Heinrich sich statt aller andernenglischen Hülfe mit den zahlreichen englischen Edelleuten begnügenmüssen, die sich vorbereiteten, unter seiner Führung den Krieg zulernen.st
Von Seiten des englischen Königs, der ja überhaupt sehrfriedliebend und den Spaniern zugethan war, hätte sich am Endeein solches Ergebniß voraussehen lassen; aber auffallend und keingutes Zeichen für das Vertrauen Europa's auf Heinrich's oft be-theuerte Uncigcnnützigkeit war der Umstand, daß auch bei denHolländern, den entschiedensten Feinden Spanien's, Heinrich IV.keinen Beifall für seine offensiven Pläne fand.
Auf die Hülfe der Holländer hatte Heinrich mit Zuversichtgerechnet. In der That durste er Anspruch auf ihre Dankbarkeit
st Instruktionen an La Boderie v. 22. Fedr., 20. März, 28. April, anRufst), 13. April: miss. VII, 839 L, 864 L, 882, 892 ff. — Mlleroy
an La Boderie, 9. Mai; I.etlr. ä I.a LoN. II, 153. — Dep. Pccquius' vom80. April; ^umale 545. — Chamverlain an Winwood, ^ Mai, rvimvooälVIom. III, 154.