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Viertes Kavitel.
des Volkes. Der Herzog von Epenion, freilich auch ein Anhängerder Ultramontanen und Spanier, ging so weit, zum Nuntius zusagen: „Wir sind alle verloren, wenn es zum Kriege kommt." Diefranzösischen Minister drangen in Cardenas mit offenbarer Aengst-lichkeit: man möge doch die Prinzessin von Conde herausgeben,dann werde alles in Ordnung kommen.') Sehr intime Freundedes Königs glaubten sich rechtzeitig gegen das drohende Unwetterschützen zu müssen. Unter andern erbot die Marquise von Verneuil,die bei einem etwaigen Tode des Königs im Felde von seinerWittwe das Schlimmste befürchtete, sich dem spanischen Könige zubeliebigen Diensten. Ihr Stiefbruder, der Graf von Auvergne,der noch immer in der Bastille saß, meinte aus ihr entweichen zukönnen und ersuchte um Aufnahme in Flandern. Die Anerbietun-gen dieser nichtswürdigen und unzuverlässigen Menschen wurdenfreilich in Spanien so kühl aufgenommen, wie sie es verdienten.Der Marquise solle man — so bestimmte der König — mit freund-lichen Allgemeinheiten antworten; den Grafen von Auvergne zwarnvthigenfalls in den spanischen Staaten aufnehmen, nicht aber ihnin dieselben einladen oder ihm Beistand versprechen. Zugleich botGiovanni von Medici, der von Heinrich IV. aus Eifersucht ausFrankreich verbannte Vetter der Königin, den Spaniern seine Dienstean, besonders als Spion, da er viele Freunde.in Paris besitze. °)Selbst Sully, der bis dahin am eifrigsten mit Lesdiguieres undBouillon zum Kriege getrieben hatte, wurde bedenklich. Er hieltes nicht für recht, eine bedeutende Truppeuzahl nach Italien zuweifen, das schon so oft das Grab der Franzosen gewesen war,zumal sie dort gewissermaßen der Diskretion des durchaus nu-
ll Dep. Pecquius' v. 16. 19. April; Ilenrarä 343. 354. — Dcp. Car-denas' v. 7. April iDocuin ineci. V. 144) u. 518. v. 7. Mai. Allerdings istin diesem Punkte Cardenas nur mit Vorsicht zu benutzen; indessen vgl. Villc-roy an La Boderie, 20. März; I.ettres ä 1^. II. II. 124.
ll Apostille zur Dep. Cardenas' v. 27. März; Br. u. A. III, 157. —518. Cons. des span. Staatsr. v. 24. April.