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Viertes Kapitel.
suchten sie die Königin Marie wider denselben und die huge-nottischen Pläne im Allgemeinen einzunehmen, und hier sielen ihreVorstellungen auf einen günstigen Boden. Vergebens ließ derunermüdliche, stets wachsame Du Plessis-Mornay Marien durch dieprotestantische Herzogin von La Tremoille Bctheuerungen der eifrig-sten Königstreue seitens der Hugenotten und Denkschriften über-mitteln, in welchen die Interessen der Nesormirten als völlig mitdenen der Königin und des Dauphins übereinstimmend dargestelltwurden — Marie von Medici fuhr fort, in dem von ihrem Gattenbeabsichtigten Kampfe einen unheilvollen Frevel zu sehen, st
Trotz seiner häufig wiederholten Bravaden ließ es Heinrichdeshalb nicht an Versuchen fehlen, auf indirektem Wege zu einemAusgleich mit Spanien zu gelangen. Nur darf man nicht ver-gessen, daß die Auslieferung des Prinzen und der Prinzessinvon Conde oder doch wenigstens der letzten: eine unumgänglicheBedingung des Königs war. Die Spanier haben später behauptet,Herr von Breves habe damals von dem Papste die Wiederaufnahmeder Heirathsverhandlungen durch seine Vermittlung gefordert, alsdas einzige Mittel gegen den drohenden Krieg. Zugleich soll Hein-rich diesen offiziösen Schritt seines Botschafters durch einen eigen-händigen Brief an den heiligen Vater unterstützt haben, welcherdarin sehr dringend ersucht worden wäre, der Christenheit denFrieden zu erhalten. Unaufhörlich setzte er seine friedlichen An-träge bei dem Papste fort — was man freilich in Madrid nuraus der Absicht erklärte, den Papst und die Welt täuschen zuwollen. Ueberhaupt verhielt sich nach wie vor die spanische Re-gierung diesen Heirathsplänen gegenüber durchaus ablehnend. Car-denas wurde angewiesen, zwar dem Nuntius für dessen gute Dienstezu danken, sich aber in keiner Weise in dessen Intriguen mit dem
l) Histoire cle klarn»)' äu klessis (Leyden, 1647), p. 339. — Die Denk-schrift Du Plessis in den klein, et Oorr. Ne Oupl. X, 439 w — Vgl. meinenAufsatz „Heinr. IV. u. die kath. Äirche"; Hist. Zeitschr. XXXI, p. >33 I.