Der jülicher Erbfolgestreit.
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und der Herzogin von Angouleme die Rücksendung der Prinzessinverweigert habe. Noch einmal werde der Eonuetable seine Bittewiederholen, und im Falle einer zweiten Weigerung werde er, derKönig, einem so hohen Würdenträger nicht die nöthige Unter-stützung verweigern, um ihm Genugthuung zu verschaffen; derErzherzog werde noch sein Verfahren bereuen. Frankreich werdenicht zulassen, daß Spanien die Sache bis zum Tode des Conne-table in die Länge ziehe; sondern es werde dem guten Greise zuseinem Rechte verhelfen.
So war die Auslieferung der Prinzessin — woran Heinrichin der That am meisten gelegen war — glücklich zum eigentlichenKnotenpunkte der französisch-spanischen Verwickelung gemacht. Allefranzösischen Minister, welchen an der Aufrechterhaltung des Frie-dens gelegen war — und das waren sie fast sämmtlich —- be-stürmten Pecquius mit der stets wiederholten Vorstellung, der Erz-herzog möge doch um so geringfügiger Ursache willen sein Landnicht den größten Gefahren aussetzen. Sie gestanden ein, daßhier des Königs Leidenschaft mitspreche, daß, wenn mau die An-gelegenheit der Prinzessin in's Reine bringe, es für alle andernStreitpunkte Mittel und Wege zur Ausgleichung und Beilegunggebe. Der Kanzler, Villcroy, Jeaunin, alle waren einstimmig indieser Ansicht, welche der erstere auch dem Nuntius ausdrückte, mitdem Hinzufügen, daß es sonst unzweifelhaft um der Prinzessinwillen zum Bruche kommen müsse.') Freilich sollte dies zumTheil nur ein Druck auf die Entschließungen des Erzherzogs sein;das jülicher Unternehmen hätte der König unter keinerBedingung aufgegeben. Zu einem Versprechen über den letztemPunkt waren trotz aller Versuche des Nuntius und Pecquius', diewieder einmal von einer — im Grunde unmöglichen — gütlichenVereinbarung zwischen dem Kaiser und den Königen von Frank-
') Dep. Pecquius' v. 14. 16. 19. April; IlenraiU 336 1. 341 k. 349. 353.IHlenü^-kNarouii eN. ketitot, p. 36 1.