Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

reich und Spanien über die jülicher Angelegenheit redeten, diefranzösischen Minister nicht zu bewegen. Wohl aber hätte manHeinrich durch die Auslieferung der Prinzessin zur Beschränkungder jnlicher Hülfe auf den vertragsmäßigen Umfang bewegenkönnen.

Am 20. April gingen in der That die abermaligen Mitschreibendes Connctable und seiner Schwägerin nach Brüssel ab; und zwardieses Mal nur an die Jnfantin, die Gemahlin Albert's. Alleindieser Schritt wurde zu einer Thatsache von internationaler Bedeutunggestempelt durch die Begleitschreiben an Albert und Isabella, welcheder König selbst (von: ll). datirt) mitsandte, und in denen er mitdringenden Bitten, aber ohne Drohungen, das Anliegen jener beidenGreise unterstützte, das freilich er erst hervorgerufen hatte. Kaumwaren diese Briefschaften in Brüssel angelangt, als die natürlichvorher davon unterrichtete Prinzessin offiziell ihre Bitten um Rück-sendung nach Paris mit denjenigen ihrer Angehörigen und desKönigs vereinigte.

Indessen weder Vorstellungen noch Drohungen konnten Erz-herzog Albert in dem Entschlüsse wankend machen, welchen dieEhre und das Ansehen seines eigenen Namens und seines ganzenHauses, sowie der Wille seines Schwagers von Spanien ihm vor-schrieben. Er beauftragte (25. April) Pccqnius, zu erklären, daßdie Prinzessin nach Frankreich nur zurückgesendet werden könne,wenn entweder die Auflösung der ehelichen Gemeinschaft in gesetz-licher Weise ausgesprochen worden sei oder ihr Gemahl sich mitihrer Rückkehr in das väterliche Haus einverstanden erkläre. Dader Connctable den Scheidungsprozeß für zu langwierig halte,weshalb versuche er es nicht auf dem zweiten Wege bei dem Prinzenselbst, der doch, nach der eigenen Erklärung des Connctable, sowenig Zuneigung zu seiner Frau besitze und deshalb die gewünschteErlaubniß gern geben werde? Uebrigens wenn trotz alledem, fuhrder Erzherzog fort, „der König von Frankreich sich entschließensollte, uns anzugreifen und mit Krieg zu überziehen, so werden