Band 
Dritter Theil.
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Der jnlicher Erbfolgestreit.

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10,000 Mann zur Verfügung gestellt, wenn er sie besolden wollte.Die katholischen Schweizer seien freilich geneigt, für Geld beidenParteien zu dienen, doch werde der König alles thun, um ihrKontingent für Spanien so geringfügig wie möglich zu machen.Der Herrscher von Großbritannien werde die possidirenden Fürstenmit 4000 Fußsoldaten auf eigene Kosten unterstützen und verhandlejetzt mit Frankreich über ein allgemeines Verthcidigungsbündniß. —Diese authentische, gewiß nicht pessimistische Darstellungvom Stande der französischen Ncgoziationen unmittel-bar vor dem beabsichtigten Ansbruchc des Krieges straftfreilich die phantastischen Angaben Sully's über dasgroße Bündniß, welche fast alle französischen unditalienischen Schriftsteller gläubig angenommen haben,vollständig Lügen!

Der König wiederholte dann, er theile gänzlich die früheröfters ausgedrückte Ansicht des Herzogs: daß man den Angriffauf das Mailändische sofort beginnen müsse. Bullionsolle deshalb, nachdem er den Marschall gesprochen, die Zusammen-kunft mit dem Herzoge unverweilt herbeiführen, nöthigenfalls auchohne den Marschall, wenn etwa dieser augenblicklich nicht abkommenkönne. Zumal da die Spanier den lebhaftesten Verdacht undGrimm gegen die Verbündeten gefaßt haben, „ist es nützlicher,sogleich den Zufall zu versuchen, als die Unternehmungen auf eineandere Zeit zu verschieben." In jedem Falle wird der König denHerzog, wenn dieser wegen seines französischen Bündnisses von denSpaniern oder deren Freunden angegriffen wird, mit gesammterMacht vertheidigen, wozu er sich gern schriftlich und förmlich ver-pflichten will. Er ist völlig damit einverstanden, daß man demvom Herzoge aufgestellten Plane gemäß die drei großen westlichenFestungen des Mailändischen: Pavia, Alessandria und Novara,gleichzeitig durch Ueberfall zu nehmen suche, und verspricht für einensolchen Angriff dem Herzoge eine weitere außerordentliche Unterstützung.Zu diesem Behufe übersendet er Lesdiguieres eine Anweisung von