Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

klagenswerthen Nachrichten," schreibt an den englischen Geschäfts-träger in Brüssel dessen londoner Korrespondent, „die wir in diesenbeiden Tagen von der höchst schändlichen nnd verabschcuenswerthenErmordung des armen französischen Königs erhielten, haben hierein solches Entsetzen hervorgebracht, daß kein Mensch fast an irgendetwas anderes zu denken oder davon zu sprechen vermag. Sotiefen Eindruck hat auf aller Menschen Geist seine Tüchtigkeithervorgebracht, daß viele Leute nicht weniger durch dies Ereignißbewegt und bekümmert sind, als wenn er ihr geborener Fürstgewesen wäre." Der Graf Salisbnry beklagte in eigens berufenerSitzung der beiden Häuser des Parlaments den Tod dessen, „dernach der eigenen Königsfamilie sie alle am nächsten berührte, dessehr mächtigen, sehr erhabenen und sehr großmüthigen Königs vonFrankreich, welcher stets in der Bresche stand, gleichsam ein Wall gegenalle Entwürfe nnd Gefahren, die England zu treffen drohten." Auchdie Lords des geheimen Rathes sprechen von Heinrich's Ermordung als„einem für die gemeine Sache sehr gefährlichen Unglück." st Wirhören hier die Stimme des allen gemeinsamen Gefühles, das indem ganzen protestantischen nnd antispanischen Theile Enropa's durchdie That Navaillac's hervorgerufen wurde.

Anders der Papst. Freilich dem französischen Gesandten gegen-über kannten seine Klagen, denen er auch mit echt italienischerSchauspielkunst Thränen beizumischen wußte, keine Grenzen, nndes fehlte in Nom nicht an großartigen Trauerfeicrlichkeiten für dasAndenken Heinrich's I V. Aber die wahre Gesinnung Paul's V.war eine andere. Mit wenig angemessenein Frohlocken rief erdem flandrischen Geschäftsträger entgegen: Dominus öxsroituumtooit tioo st <iuin kwnt clntns in roprolrum sorwum. Er seiberuhigt, sagte er, über die Ermordung des französischen Königs,weil derselbe durch Liebe verblendet und durch die Anreizungen des

st Bcaulicu an Trumbutl, London ^ Mai; XVinvv. New. III, 159 I. —Prioy Connctl an Winwcod, ^ Mai; cve„das. 165.