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Ergänzungen zu Deutschlands Eisenbahnen : ein Handbuch für Geschäftsleute, Privatpersonen, Capitalisten und Speculanten, enthaltend Geschichte und Beschreibung der Eisenbahnen, deren Verfassung, Anlagekapital, Frequenz, Einnahme, Rentabilität und Reservefonds, nebst tabellarischer Uebersicht der Actienkurse. Eine Fortführung des Obigen bis zur Gegenwart und ausserdem manche neue Uebersichten und Bereicherungen, welche der grosse und wechselnde Stoff seit dem letzten Erscheinen bedingt hat, dazu eine neue übersichtliche Eisenbahn-Karte / nach officiellen Quellen bearbeitet von Dr. Julius Michaelis
Entstehung
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Einleitendes

Ende 1854 wurden in Deutschland etwa 1230 geographische MeilenEisenbahnen befahren, worunter Meilen Staatsbahnen und

5831/2 Meilen Privatbahnen. Die letztem befanden sich (ohne die einerStadtgemeinde gehörige Bahn von Neuenmarkt nach Baireuth) im Be-sitze von 43 verschiedenen Aktiengesellschaften, deren Actiencapitale sichaus etwas mehr als 173 Millionen Thaler beliesen, wozu noch ca.IO 43/4 Millionen Thaler Prioritätsanleihcn kommen.

Aenderungen in den BesiHverhältnissen einigerPrivatbahnen.

(Nachtrag zu Seite XIV.)

Zu denjenigen Eisenbahngesellschaften, die sich ausgelöst haben, sinduoch zwei hinzugekommen: 1) die Münster -Hammer, die ihre Bahnan den Staat (Preußen), und 2) die Wien -Raaber, die ihre Bahn andie K. K. österreichische Staats-Eisenbahn-Gesellschast abgetreten hat.

Dagegen sind die österreichischen Staats-Bahnen zum großen Theilan eine Privatgesellschaft die so eben genannte überlassen worden(s. unten).

Verhältniß der Privateisenbahnen zum Staat.

(Nachtrag zu Seite XX.)

Die Bestimmungen über die Ertheilung von Concessionen inOesterreich zum Baue von Privat-Eisenbahnen sind durch Verordnungvom 14. September 1854 geregelt, resp. modificirt worden. Nach der-

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