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Ergänzungen zu Deutschlands Eisenbahnen : ein Handbuch für Geschäftsleute, Privatpersonen, Capitalisten und Speculanten, enthaltend Geschichte und Beschreibung der Eisenbahnen, deren Verfassung, Anlagekapital, Frequenz, Einnahme, Rentabilität und Reservefonds, nebst tabellarischer Uebersicht der Actienkurse. Eine Fortführung des Obigen bis zur Gegenwart und ausserdem manche neue Uebersichten und Bereicherungen, welche der grosse und wechselnde Stoff seit dem letzten Erscheinen bedingt hat, dazu eine neue übersichtliche Eisenbahn-Karte / nach officiellen Quellen bearbeitet von Dr. Julius Michaelis
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Vergisch-Märkische Eisenbahn.

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Grenze; 24. Juni von München bis Großhessellohe (Anfangder Bahn nach Salzburg ); 1. Juli von Schweinfurt bis Würz-burg; 1. October von Würzburg bis Aschasfenburg. Demnachfind jetzt etwa 125 Meilen im Betriebe. Die Ausführung des Ver-trags mit Oesterreich vom 19. Juli 1851 in Betreff einer Bahn vonMünchen nach Salzburg und von da nach Bruck a. d. Mur istfeit 1854 wegen der außerordentlichen Terrainfchwierigkeitcn aus öster-reichischem Gebiete (zwischen Salzburg und Bruck ) in Folge der öster-reichischen Erklärung vom 12. Mai 1854 sistirt.

Anlagekosten bis 1. October 1853: 59,395,057 Fl.

Frequenz und Einnahme. Im Betriebsjahre 18521853 be-trug die Einnahme 3,887,031 Fl., die Summe allerBetriebsaus-gabcn 2,386,809 Fl., die reine Einnahme 1,500,222 Fl., waseiner Verzinsung von 3 Procent entspricht. Im Betriebsjahre 18531854 betrug die Frequenz 2,102,495 Personen und 7,960,638 Ctr.;die Einnahme 4,854,476 Fl.

Betriebsmaterial am 1. October 1853: 115 Locomotiven,282 Personenwagen, 1290 Güter- und Kohlenwagen, 180 andereWagen.

(Die auf Kosten der Stadt Baireuth hergestellte und seit 28. No-vember 1853 eröffnete Zweigbahn von Neuenmarkt bis Baireuth,etwa 2^ Meilen lang, hat bis jetzt 1,100,000 Fl. gekostet und ist vomStaate für ein Pauschale von 55,000 Fl. gepachtet, unter der Be-dingung, daß sie in 50 Jahren in das Eigenthum des Staatesübergeht.)

7. Bergisch Märkische Eisenbahn (Privatbahn).

Geschichte. Die Zweigbahn von Dortmund nach Soest ,7^ Meilen lang, ist seit Sept. 1853 im Bau und seit dem 9. Juli 1855dem Betriebe übergeben. Die Gesammtlänge der Bahn ist dadurch aufetwas über 15 geogr. Meilen gestiegen.

Anlagecapital. Die Aktien lauten auf 100 Thlr. Nach Ab-lauf der ersten 10 Jahre nach der vollständigen Eröffnung der Bahnbleibt der Gesellschaft vorbehalten, Beschluß darüber zufassen, ob demStaate das Staats-Actiencapital von einer Million Thlr. zu erstatten