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Ergänzungen zu Deutschlands Eisenbahnen : ein Handbuch für Geschäftsleute, Privatpersonen, Capitalisten und Speculanten, enthaltend Geschichte und Beschreibung der Eisenbahnen, deren Verfassung, Anlagekapital, Frequenz, Einnahme, Rentabilität und Reservefonds, nebst tabellarischer Uebersicht der Actienkurse. Eine Fortführung des Obigen bis zur Gegenwart und ausserdem manche neue Uebersichten und Bereicherungen, welche der grosse und wechselnde Stoff seit dem letzten Erscheinen bedingt hat, dazu eine neue übersichtliche Eisenbahn-Karte / nach officiellen Quellen bearbeitet von Dr. Julius Michaelis
Entstehung
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Homburg-Zweibrücken. Kaiser-Ferdinands-Nordbahu. 29

Ladungsfähigkeit. Unter denLocomotiven waren 53 leichte und 67 schwere;98 mit und 22 ohne Kondensation. Am 1. März.1855 waren 137 Lo-komotiven, 260 Personen- und 2695 andere Wagen vorhanden.

29. Homburg-Zweibrücken (Privatbahn).

Ueber die Ausführung dieser Zweigbahn ist nur soviel bekannt ge-worden, daß die Regierung eine Zinsengarantie von 4 Procent aus dieStaatscasse zu übernehmen gesonnen ist und der betreffende Gesetzentwurfdemnächst vorgelegt werden dürste. Für den 17. October d. I. ist einediese Zweigbahn betreffende außerordentliche Generalversammlung derActionaire der pfälzischen Ludwigsbahn ausgeschrieben.

30. Kaiser-Ferdinands-Nordbahn (Privatbahn).

Länge und Bahnlinie. Die bis jetzt fahrbare Bahnlänge be-trägt 54^ Meilen, wovon 37Z Meilen Hauptbahn und 17 MeilenZweigbahnen. Im Bau sind 14H Meilen, die wahrscheinlich im Septbr.d. I. dem Betrieb übergeben werden.

Beschreibung. Ende 1854 waren nur die Strecken Weißkirchenbis Oderberg und die Flügclbahn nach Marchegg noch nicht mit demneuen Oberbau versehen.

Das Acticncapital ist auf 38,554,68H Fl. C.-M. erhöhtworden. Nach dem Beschlusse der Generalversammlung vom 29. April

1854 sind 5140 neue Aktien s. 1000 Fl. durch Einzahlung von166^ Fl. auf jede der bereits bestehenden 30,844 Actien (wovon Anfang

1855 nur 30,550 ganz eingezahlt waren) cmittirt worden. Solltenbis zur nächsten Jahresversammlung die noch übrigen Prioritäts-Obliga-tionen nicht realisirt sein, so sollte diese neue Aktienemission von ,s auf-s Actie erhöht werden. Dies Letztere wurde denn auch am 30. April1855 beschlossen, weshalb am 31. Mai 1855 eine Rateneinzahlung von83^ Fl. auf die ganze Actie, mittelst Abzug von dem fälligen Dividenden-coupon des 1. Semesters 1855 vom 2. Juli an zu leisten, ausgeschriebenwurde. Von den bisher bewilligten Anleihen von 16,050,000 Fl.(in Apoints von 1000, 500 und 100 Fl.) waren Ende 1854 nur13,050,000 Fl. C.-M. realifirt. Im März 1855 hat die vierte Ver-