55
2. Januar 98z, 1. Februar 98, 1. März 97s, 2. April 102, 1. Mai100H, 1. Juni 106^, 2. Juli 110^, 1. August 114, 1. Septbr. 113z.
60 s. Trier -Saarbrücken (Privatbahn).
Projcct. Diese Bahn wird en. 12 Meilen lang werden; vonTrier aus soll sie bis Wasserbitlisi an der luxemburgischen Grenzegeführt werden. Das Capital ist zu 6 Millionen Thaler in Aktien zu200 Thlr. angenommen, die jährliche Einnahme (größtentheils sürSteinkohlen und Waarentransport) zu 535,800 Thlr. Am 14. April 1855wurden zu Saarburg von dem provisorischen Comitfl Statuten und Ver-trag mit der Regierung entworfen. Die letztere hat eine Zinsgarantie von4 Proc. in Aussicht gestellt. Von dem Reinerträge über 5 Proc. solldem Staate ein Drittheil als vertragsmäßiger Antheil vorbehalten werden.Ueber die Fortsetzung von Wasserbillig bis Luxemburg soll die Gesell-schaft später definitiven Beschluß fassen*). — Die Zeichnung der Aktiensollte zu Trier am 31. Mai dieses Jahres stattfinden. Der Erfolg ist unsnicht bekannt geworden.
60 b. Viersen-Venloo.
Projekt. Länge 3z Meilen. Capital 950,000 Thlr. Fürjede der beiden in Frage kommenden Linien 1) über Süchteln und2) über Dülkcn und Kaldenkirchen hat sich ein Comite gebildet.Jedes derselben ist zur Annahme von Actienzeichnungen von der preuß.Regierung autorisirt, das erste am 7. März, das zweite am 19. Juli 1855.(Die Fortsetzung von Venloo über Breda und Middelburg bis Vlies-singen wurde von der holländischen Regierung bereits im August 1854concesstonirt.)
*) Am 7. Juni 1855 wurde zwischen Belgien und dem Großherzog-thum Lur ein bürg ei» Vertrag abgeschlossen, durch welchen jenes sich verpflichtet,die Bahn von Namur nach Ltrlon bis zur luxemburgischen Grenze zu ver-längern, daS letztere dagegen, eine Eisenbahn von der belgijche» Grenze zumAnschlüsse an die projectirte Bahn von Saarbrücken bis zur luxemburgischenGrenze herzustellen. Die zugesagten Linien müsse» längstens in 4 Jahrenvollendet sein.