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Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania : Universitäts-Programm für das erste Halbjahr 1849 / von Chr. Hansteen und Carl Fearnley auf Veranstaltung des academischen Collegiums herausgegeben von Christopher Hansteen
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Ehe ich diesen Gegenstand verlasse, will ich noch das vermeintliche Resultat derobigen Discussion in einigen Worten darstellen.

Die Unterschiede, welche die in den Astr. Nachr. No. 422 bekannt gemachten Kö-nigsberger Beobachtungen zwischen den auf Zenith bezogenen Sternörtern ergeben haben,jenachdem diese aus directen Beobachtungen oder mittelst Reflexion von einer Quecksilber-fläche abgeleitet worden sind, können nicht als Wirkungen der Schwere auf das Instrumenterklärt werden. Dagegen kann man sie mehrfach in irgend einer anderen Causalverbin-dung mit der Beobachtungsmethode denken.

Die berechneten und zur Reduction der Beobachtungen angewandten Biegungscoef-ficienten sind ganz illusorisch, wogegen die direct gefundene im Horizonte verschwindendeBiegung ohne merklichen Fehler als für alle Zenithdistanzen geltend angesehen werden darf.

Da dieser Schluss auf die Königsbergerbeobachtungen von 18201821, auf welcheBessels Declinationsverzeichniss für 1820 gegründet ward, ohne Modification sich über-tragen lässt, so folgt ferner, Bessels eigenen Worten gemäss (s. die Note pag. 19), mitgrosser Wahrscheinlichkeit, dass dieses Yerzeichniss die Sterne zu weit vom nördlichenPole hinsetzt, und namentlich dass der Fehler zur Zeit der Epoche 1820 etwa eineSecunde beträgt.

Jetzt (1848) wären also die Fehler der nach Tabulis Regiomontanis berechnetenDeclinationen der Fundamentalsterne nahe bis auf anderthalb Secunden gestiegen, voraus-gesetzt dass die Positionen für die Epoche 1755 mit keinem solchen gemeinschaftlichenFehler behaftet sind. Unter derselben Voraussetzung müssen die Declinationen, welchedie Königsberger Beobachtungen von 1836 bis 1840 ergaben, grösser (nördlicher) aus-gefallen sein, als sie nach den Tab. Reg. für diese Zeit berechnet waren; und zwar mussder Unterschied = von dem Fehler zur Zeit der Epoche 1820 sein. In der Thatersieht man auch aus dem in den Astr. Nachr. No. 514 mitgetheilten Declinationsverzeich-nisse, dass jene mehrmals erwähnten Beobachtungen des Hrn. Observator Busch Declina-tionen geben, die im Mittel 0"286 nördlicher sind als nach Tab. Regiom., was um so be-achtenswerther ist, da hieraus der Fehler bei dem Verzeichnisse von 1820 1"033 folgt,also gerade wie Bessel den Fehler bedingungsweise angegeben hat.

die von Bessel und zwar mit vollem Rechte so sehr empfohlnen Reflexionsbeobachtungen, etwas ver-dächtig zu machen scheinen.