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Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania : Universitäts-Programm für das erste Halbjahr 1849 / von Chr. Hansteen und Carl Fearnley auf Veranstaltung des academischen Collegiums herausgegeben von Christopher Hansteen
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können, nothwendig war, die unteren Dnrchschnittsklappen zu öffnen, wodurch ein denBeobachtungen hinderlicher Luftzug entstand. Vielleicht hat derselbe das Instrumentvon einer bestimmten Seite treffend durch Erkältung (oder Erwärmung) eine Verschie-bung in gewissem Sinne bewirkt. Möglich auch, dass gerade etwas Aehnliches bei derReflexionsbeobachtung der am Zenith nahe stehenden Sterne eine Abweichung verursachthat; in diesem Falle wird nämlich der Abstand zwischen dem Körper des Observatorsund der einen Seite der oberen Hälfte des Fernrohrs so klein, dass eine Wärmestrahlunggross genug um eine merkbare Biegung zu erzeugen wenigstens möglich ist, wenn sieauch nicht sehr wahrscheinlich ist. Der Umstand, dass die Unterschiede zwischen denbeobachteten Winkeln der directen und der reflectirten Strahlen mit der Lothlinie geradenach der Seite hin fallen, welche mit dieser Vorstellung stimmt, ist indessen von geringemGewichte *). Allgemeiner kann man sich vorstellen, wie ungleich erwärmte Luft durcheigenthümliche Vertheilung (in Ruhe oder in Bewegung) das Instrument auf verschiedeneArt afficiren kann je nach der Lage desselben und dem Orte des Beobachters. AuchUrsachen von rein mechanischer Natur lassen sich denken, von denen ich aber nur einenennen will. In der grossen Eile, welche nothwendig ist, wenn ein Stern sowohl als seinreflectirtes Bild bei derselben Culmination beobachtet werden sollen, wird wahrscheinlichdas Instrument durch die Umdrehung ein wenig gebogen; und es scheint mir sehr zwei-felhaft zu sein, ob die ganze Spannung sogleich mit dem Drucke aufhöre.

Man wird die Absicht dieser Digression nicht verkennen können. Den Zweifel inBetreff der Besselschen Declinationen zu begründen schien mir deswegen nicht mindernothwendig zu sein, weil Bessel selbst diesen Zweifel erweckt hat**).

*) Uebrigens kann man durch eine angemessene Anordnung der Beobachtungen des vom Quecksilber re-flectirten Fadennetzes diesen Einfluss sehr leicht und sicher beurtheilen.

**) Mehrere Aufsätze io den Astr. Nachr. von Bessel zeugen davon, das er im Begriffe war die Positionender Fundamentalsterne aufs Neue zu bestimmen und diessmal mit noch vollkomnerem Apparate, nochgrösserer Kritik als zuvor. Wie erfolgreich eine Lösung dieser Aufgabe durch seine Meisterhandwürde ausgefallen sein, nachdem sie mit dem neuen schon berühmt gewordenen Repsoldschen Meri-diankreise ausgerüstet war, kann unter anderem aus den in den Astr. Nachr. No. 481482 sammt514516 mitgetheilten Proben geschlossen werden, wie denn auch Besselsletzte Abhandlung(A. N. No. 577579) ein merkwürdiges Zeugniss ist von seiner feinen und unermüdlichen Kritik,welche keine Mühe zu gross erachtete, wenn sie zur Erreichung seines Ziels wesentlich beitragenkonnte. Es ist daher kaum zu bezweifeln, dass, wenn seine Gesundheit ihm erlaubt hätte, die Arbeitzu vollenden, auch jene Differenzen ins Licht gesetzt worden wären, die jetzt jene Methode selbst,

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