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Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania : Universitäts-Programm für das erste Halbjahr 1849 / von Chr. Hansteen und Carl Fearnley auf Veranstaltung des academischen Collegiums herausgegeben von Christopher Hansteen
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Landes ist. Ich wandte mich deswegen an den Director der Kopenhagener SternwarteHm. Professor Ritter Olufsen mit der Bitte um die nöthige Hülfsleistung bei den Zeit-bestimmungen in Kopenhagen , und erhielt von ihm das Versprechen des bereitwilligstenBeistandes von seiner Seite. Er bemerkte indessen, dass 5 bis 7 Chronometer, welchesdie höchste Anzahl war, die ich hier in Christiania auftreiben konnte, zu wenig seien, umdie auf die Expedition verwandte Mühe und Unkosten durch ein definitives Resultat zubelohnen; dass er deswegen an Conferenzrath Schumacher geschrieben habe, der, wie erholfte, sich bereitwillig zeigen würde, mir einen Theil seiner vortrefflichen Uhren zudieser Absicht zu überlassen. S. übertraf meine höchste Erwartung, indem er nicht nurSeine Majestät König Christian den Vlllten um Erlaubnis ersuchte, mir 5 Chronometeraus seiner Sammlung zu leihen, sondern mir auch eine Uhr von Hrn. Agent Kessels inAltona, 2 anonyme zur Probe, und ein Box von Dent in London verschaffte, welchereinem ungarischen Astronomen Neumann gehörte, der sich zu der Zeit in Altona aufhielt.Zugleich schrieb er an Hrn. Dent in London , und verschaffte mir dadurch noch 4 vonseinen Boxchronometern. Endlich erhielt ich auch noch von Hrn. Louis Urban Jürgensenin Kopenhagen ein Boxchronometer von seiner Arbeit, so dass ich auf den späterenReisen mit 21 Chronometern versehen war. Diese Sammlung von Uhren wurde zwischendem 30sten Juni und 24sten August 7 Mal zwischen Christiania und Kopenhagen hin-und zurückgeschickt.

Hr. Prof. Olufsen hatte durch ein Gesuch an die Dänische Generalzollkammer da-für gesorgt, dass die Uhren bei dem Kopenhagener Zoll-Amte unmittelbar vom Dampf-schiffe ohne Visitation nach der Sternwarte hingebracht werden konnten. Dieselbe Frei-heit hatte ich auch von unserem Zolldepartemente in Christiania erhalten. In Christiania wurden die Uhren in 4 Kisten auf einer Tragbahre von dem Landungsplätze und zurückunter Begleitung des Hrn. Fearnley getragen; in Kopenhagen wurden sie auf Federwagentransportirt, wobei ich selbst immer zugegen war. Am Bord des Schiffes wurden sie vondem Chef des Dampfschiffes, Hrn. Lieutenant Diricks, in dessen Kajüte sie hingestelltwaren, jeden Abend um 9 Uhr aufgezogen. In Christiania wurde die Zeit von Hrn. Ob-servator Fearnley durch Culminationen der Fundamentalsterne vermittelst des Meridian-kreises ; in Kopenhagen auf dem runden Thurme durch ein vierfiissiges Passageninstrumentvon Reichenbach und Ertel von Hrn. Observator Sievers bestimmt. Die Zeitbestim-mung war hier mit mehreren Schwierigkeiten verbunden. Der sogenannte runde Thurmist ein 120 Fuss hohes cylindrisches Gebäude, auf dessen oberstem Gewölbe die marmor-nen Pfeiler des Passageninstruments aufgestellt sind. Da das ältere Passageninstrument von