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Ahl eine längere Umdrehungsachse hatte, so war man genöthigt, auf der Oberfläche bei-der Pfeiler eine hervorragende 1} Zoll dicke Platte von Gusseisen zu befestigen, um dar-auf die Zapfenlager des Instruments zu schrauben. Der hervorragende Theil jeder Plattewar durch eine etwa \\ Zoll dicke und ungefähr 3 Fuss lange cylindrische Eisenstangegestützt, welche am unteren Ende an einen starken in den Pfeiler hineingetriebenen Eisen-bolzen befestigt war. Die Temperaturveränderungen dieser Eisenstangen, wenn die Dach-luken geöffnet wurden, verursachten häufige Veränderungen in der Horizontalität derUmdrehungsachse. — Auf dem östlichen Zapfenlager war ein Halbkreis zum Einstellenbefestigt, da aber die Alhidade keine Klemmschraube hatte, konnte man das Fernrohr nichtfeststellen, und wenn man das Ocular verschieben sollte, um den Uebergang des Sternsüber die Seitenfilamente zu beobachten, kam das Fernrohr immer etwas aus seiner Lage,so dass man fast niemals den Uebergang des Sterns zwischen den zwei horizontalen Fila-menten beobachten konnte. Da das westliche Zapfenlager keinen Höhenkreis hatte, konnteman in der umgekehrten Lage des Instruments keine Beobachtung machen, als bis es sodunkel war, dass man mit unbewaffnetem Auge den Stern sehen und aus freier Hand dasFernrohr einstellen konnte. — Da die Dachluken über dem Instrumente nicht dicht genugwaren, um Feuchtigkeit von Regen und Schneegestöber vollkommen abzuhalten, wagteman nicht das Normal-Pendel von Urban Jürgensen in diesem Locale aufzustellen, sondernhatte diese Uhr in einem unteren Stockwerke aufgestellt. Neben dem Passageninstrumentestand eine andere weniger vollkommene Uhr von Johnson. Vor und nach einer jedenBeobachtungsreihe wurde daher die Zeit von Johnson auf Jürgensen vermittelst einesBoxchronometers von Breguet No. 4325 übertragen.
Indessen hat Hr. Observator Sievers durch Beharrlichkeit und planmässige Behand-lung des Instruments gewusst, alle diese Schwierigkeiten zu überwinden. Die Achse desInstruments wurde kurz vor und nach dem Durchgänge jedes Sterns nivellirt; dasAzimuth wurde jeden Tag durch den Durchgang S Ursw minoris und a Lyrae; derCollimationsfehler durch Beobachtung von 6 Ursw minoris (3 Fäden vor und 3 Fädennach der Umlegung) so oft es sich thun liess, bestimmt. Glücklicherweise zeigte derCollimationsfehler sich beinahe ganz unveränderlich. Hr. Sievers hat deswegen, obgleicher während der Zeit viel von Gichtanfällen litt, durch seinen anhaltenden Eifer gezeigt,„quid virtus et quid sapientia possit.“
Die persönliche Zeitgleichung zwischen Hrn. Sievers und mir wurde folgendermassenbestimmt. Der Eine beobachtete den Durchgang eines Sterns über die 4 ersten Filamente,der Andere über die 3 letzten; das nächste Mal in umgekehrter Ordnung, worauf die
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