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Beschreibung und Lage der Universitäts-Sternwarte in Christiania : Universitäts-Programm für das erste Halbjahr 1849 / von Chr. Hansteen und Carl Fearnley auf Veranstaltung des academischen Collegiums herausgegeben von Christopher Hansteen
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39
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gegen die Wellen des Kattegats geschützt ist. Es ist demnach möglich, dass schon ausdieser Ursache gerade die Zeittransporte von Kopenhagen die unruhigeren gewesen sind,welches wahrscheinlich wird, wenn man den jedesmaligen Zustand der See berücksichtigt.

Wenn man der Methode gemäss, welche später zur Berechnung des Längenunter-schiedes befolgt werden wird, immer eine Hin- und Zurückreise nur als eine Reise be-trachtet, so werden die 14 Ueberfahrten auf 13 vollständige Reisen reducirt, welche wirder Kürze wegen in der Folge solchergestalt bezeichnen wollen.

Reisen von

Christiania

Reisen von

Kopenhagei

1 und 2 ,

....C,

2 und 3

3 und 4

. . . . C 2

4 und 5

. K*

5 und 6

c 3

6 und 7

....k 3

u. s. w.

u. s. w.

Um die grösste Genauigkeit zu erreichen musste man darauf sehen, dass die Chro-nometer auf allen Reisen sich unter denselben Umständen, befänden; denn dass der Gangeines Chronometers nach verschiedenen Umständen und namentlich nach dem Zustandeder Bewegung kleine Aenderungen erleiden kann, ist allgemein erkannt. Jene Bedingungwurde auch bei dieser Expedition sehr nahe erfüllt, indem die Behandlung der Chrono-meter beim Ein- und Ausschiffen wie auch an Bord bei ihrer zweimaligen Aufziehung sowie der Ort und die Lage jedes einzelnen Chronometers im Dampfschiffe auf allen Reisengenau dieselben waren; iiberdiess wurde auch bei jedem Transporte die grösste Vorsichtangewandt um die Chronometer vor jeder Erschütterung und schnellen Drehung zu schützen.Da es nur darauf ankam, dass die Chronometer auf allen Reisen denselben mittleren Gangbehalten könnten, so war es gleichgültig, ob der Transport zwischen dem Dampfschiffeund den Sternwarten in Christiania und Kopenhagen auf einerlei oder verschiedene Artgeschah, weshalb an jedem Orte die nach den Umständen zweckmässigste gewählt wurde.

In dem folgenden detaillirten Bericht von der Chronometer-Expedition werde ichzuerst die Beobachtungen mittheilen und dann von der Art, wie ich die gesammten Databenutzt habe um die schärfsten Resultate von der Expedition zu erreichen, Rechenschaftablegen. An mehreren Stellen werde ich mich in aller Kürze fassen können, überall näm-lich, wo ich theils mit Wahl, theils ganz unwillkürlich denselben Weg eingeschlagen habe,den man in den pag. 33 citirten Relationen von den berühmten Russischen Chronometer-Expeditionen in grösster Vollständigkeit entwickelt finden kann.