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Programm, womit zu der öffentlichen Prüfung und dem Redeactus der Annen-Realschule (Realschule erster Ordnung) am 6., 7. und 8. April 1870 das Lehrercollegium ergebenst einladet durch Rector Job : A. I. Ueber die thermische Molekularbewegung. II. Historische Notiz betreffs der Entdeckung der wahren Bahnform der Cometen von Dr. Hoffmann. B. Schulnachrichten. C. Schulchronik. D. Bekanntmachung und Mittheilungen. E. Verzeichnis der Schüler. F. Programm zu den Prüfungen und dem Redeactus der Annen-Realschule
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versalen Schwingungen des Aethers allein ihren letztenGrund haben; sie beruht vielmehr auf den nicht-thermischenKräften, die nach dem vorigen § aus den longitudinalenAetherschwingungen hervorgehen, und deren Einfluss, ob-wohl bei den unter dem gewöhnlichen Drucke stehendenGasen noch schwach, hier mächtig in den Vordergrund alsmitbestimmend tritt. Uebrigens zwingt zu dieser Annahmeauch der Widerstand, den flüssige und feste Körper gegenDruck und Dehnung leisten.

Ist nun nach dem Vorigen die Wirkung der nicht-thermischen Kräfte auf die Atome im Allgemeinen eine Ab-stossung, so wird denn auch ihre volumenändernde Resul-tante im Allgemeinen eine ausdehnende sein. Doch lässtsich leicht zeigen, dass die Abstossung zweier Atome, wennsie sich hinreichend nahe sind, von der Abstossung derübrigen überwunden werden muss, und in diesem Fallewird die volumändernde Resultante eine zusammenziehendesein. Dazwischen wird es einen Bewegungszustand derAtome geben, in welchem die Resultante der Null gleichwird, und dann istdas System gegen Druck und Dehnungstabil. Es bedarf alsdann zur Erhaltung des Volumensweder eines äusseren Druckes oder einer inneren, zusammen-ziehenden Kraft wie im ersten Falle, noch wie im zweiteneiner äusseren oder inneren Ausdehnungskraft.

Lässt sich somit der stabile Zustand der flüssigen undfesten Körper nach Puschls Theorie sicher begründen, soerblicke ich weiterhin einen Hauptvorzug dieser Theoriedarin, dass sie den im § 11 gestellten Forderungen mitaller erforderlichen Strenge und wüuschenswerthen Ein-fachheit entspricht. Die Möglichkeit nemlich, dass dasVolumen der Körper bei Erwärmung nicht nur vergrössert,sondern auch verringert werden kann, ist hier von vornherein ohne besondere Annahmen gegeben. Sie ergiebtsich aus dem Zusammenwirken der transversalen und longi-tudinalen Aetherschwingungen, und der bei Gasen untergewöhnlichen Verhältnissen nachweislich ausserordentlichgeringe Einfluss der letzteren bietet zugleich die Erklärung